Feuermachen mit Kindern
Feuerstellen direkt am Zelt - Biber Ferienhof

Feuermachen mit Kindern

Feuer übt auf Groß und Klein eine starke Faszination aus und gehört zum Zelturlaub einfach dazu. Damit ihr unvergessliche und entspannte Feuer-Abenteuer erlebt, haben wir Ideen und Tipps aufgeschrieben, wie ihr sicher Feuer macht, was ihr mit euren Kindern am (Lager-)Feuer essen und spielen könnt und auf welchen Campingplätzen ihr noch offenes Feuer machen dürft.

Zehn heiße Tipps für das Feuermachen

Macht das Feuermachen mit Kindern zum unvergesslichen Ereignis

Feuer machen ist mehr als Feuer machen. Feuer machen erzählt eine Geschichte und kann zu einer wunderschönen Kindheitserinnerung werden. Natürlich hat Feuermachen oft rein praktische Aufgaben: Kleidung am Feuer trocknen, Essen machen oder Tee kochen. Aber verschenkt nicht die Gelegenheit mehr daraus zu machen. Ihr sitzt unterm Sternenhimmel, ein Feuer flackert, ihr erzählt Geschichten, singt Lieder, spielt Spiele oder macht das beste Stockbrot der Welt. Egal was, wichtig ist: so ein Lagerfeuer schafft Gemeinschaft. Und Abenteuer. Und Erinnerungen

Lagerfeuer-Regeln festlegen, Umgang üben

Jedoch wird aus dem eigentlich schönen Erlebnis oft nichts, wenn ihr Angst vor offenem Feuer mit Kindern habt. Bereitet euch und die Kinder in Ruhe darauf vor und entdeckt gemeinsam das Feuermachen. Nichts ist schlimmer, als dass das Feuermachen zu einer verbotenen und letztlich verlockenden Sache wird. Legt mit euren Kindern gemeinsam die Regeln fest und übt das Feuermachen.

Eine der wichtigsten Regel ist, die Kindern niemals allein am Feuer zu lassen und mit gutem Beispiel voran zu gehen.

Feuer machen mit Kindern

Spanne deine Kinder bei den Vorbereitungen ein

Zum Feuer machen braucht es Brennstoff. Wenn ihr am Meer seid kannst du mit deinen Kindern am Strand Feuerholz sammeln. Du brauchst dickere Äste, die du brechen oder zersägen musst. Der beste Platz, Holz zu finden ist natürlich ein Wald. Auch hier musst du darauf achten, dass dein Brennholz trocken ist. Wenn du kein trockenes Holz findest versuche es mit Birke. Das brennt von allen leicht feuchten Hölzern am besten. Sammle zunächst die brauchbaren Äste auf einem Haufen. Wenn die Äste für dein Lagerfeuer sehr lang sind, kannst du sie gleich hier brechen und auf leicht zu transportierende Größen bringen. Wenn du keine mehr findest gehe ein Stück weiter und sammele dort erneut. Erst am Ende bündelst du die Äste und sammelst die einzelnen Haufen ein. Du kannst Äste gut zusammenbinden oder in ein Tuch schlagen und sie auf dem Rücken tragen.

Zudem brauchst du Zunder, Brennmaterial zum Anzünden. Es soll besonders trocken sein. Geeignet sind kleine Ästchen, Reisig, Tannenzapfen, trockenes Laub. Wenn ihr nichts von alledem findet könnt ihr als Plan B zu Kartoffelchips greifen. Durch den hohen Fettgehalt brennen sie hervorragend. Natürlich könnt ihr auch Anzünder nehmen; doch sind die anderen Methoden für die Kinder meist viel spannender und klingen nach Abenteuer.

Als letztes benötigst du grünes Blattwerk oder Zweige, die du auf den Grund deiner Feuerstelle legst und ein paar größere Steine um den Feuerkreis zu bauen. Wenn ihr Stockbrot oder Marshmallows grillen wollt, sucht euch noch die passenden Stöcke und schnitzt schöne Spieße. Habt ihr alles beieinander ist wahrscheinlich schon ein schöner Nachmittag vorüber, bei dem die Kinder viel Spaß hatten. Jetzt muss die richtige Feuerstelle gefunden werden.

Die richtige Feuerstelle vorbereiten

Zuerst solltet ihr euch erkundigen ob Feuer machen erlaubt ist. Wo Waldbrandgefahr herrscht ist es logischerweise strikt verboten und daran solltet ihr euch unbedingt halten. Ein guter Platz für ein Feuer ist beispielsweise am Strand oder das Kiesbett eines Flusses. Der Untergrund sollte eben und nicht brennbar sein damit das Feuer sich nicht unkontrolliert ausbreiten kann. Wenn ihr die Feuerstelle auf einem Rasen macht stellt ihr besser eine kleine Feuerschale oder einen Outdoor-Kocher (Werbung) mit Holz als Brennmaterial auf, um den Rasen kein Loch einzubrennen. Die Feuerstelle sollte mit genügend Abstand zu Bäumen und Sträuchern sein, und nicht dem Wind allzu sehr ausgesetzt sein. Achtet darauf, dass ihr -und besonders eure Kinder- beim Feuermachen keine leicht brennbaren Klamotten tragt und alle Haare gut nach hinten zurückgebunden sind. Gut ist es, wenn in der Nähe ein Bach, ein See oder das Meer ist, damit ihr zur Not löschen könnt. Gibt es kein Wasser in der Nähe kann ein Eimer Wasser helfen.

Das Lagerfeuer sicher aufbauen

Bei dieser Aufgabe könnt ihr euren Kindern zeigen, dass ein Abenteurer in euch steckt. Als erstes legt ihr die Steine in einen Kreis, um eure Feuerstelle zu definieren, Die grünen, nicht brennbaren Zweige und Blätter legt ihr auf den Grund. Darüber kommt alles was ihr als Zunder gesammelt habt: Reisig, trockenes Laub etc. Mit den dünnen Ästen baut ihr nun kreisförmig eine Art Zelt bzw. Pyramide um den Zunder herum. Diese Art des Feueraufbaus wird Pyramidenfeuer genannt. Es ist das klassische Lagerfeuer und geeignet für Stockbrot- und Würstchengrillen mit Grillspießen. Innen kommen die dünnsten Ästchen und nach außen hin die stärkeren. Lasst ein Loch, damit ihr den Zunder später auch noch mit dem Streichholz erreicht und anzünden könnt. Schaut aus welcher Richtung der Wind kommt, dort sollte dann auch das Loch sein, damit der Wind euch hilft das Feuer anzufachen.

Ein besonders kinderfreundlicher Aufbau des Feuers ist das sogenannte Sternfeuer. Ihr legt dafür sternförmig dickere Äste auf den Boden, die sich in der Mitte treffen. Dort baut ihr wie beim Pyramidenfeuer den Zunder und legt dickere Äste nach, sobald alles gut brennt.

Feuer ungefährlich anzünden

Baut das Brennmaterial luftig genug auf, so dass der Sauerstoff seine Arbeit machen kann. Fürs Anzünden eignen sich lange Streichhölzer oder ein trockener Ast, den du angezündet hast und nun in die Feuerstelle hältst, dort wo du ein Loch gelassen hast. Sobald es ein wenig zündelt heißt es kräftig Luft fächern. Spannend für Kinder und sehr zielgerichtet ist die Verwendung eines Teleskop Feuerblasrohrs (Werbung). Lasst die Kinder nicht ins Feuer pusten. Die Gefahr, dass sie sich dabei verbrennen ist zu groß. Vor allem wenn das Holz schön trocken ist kann es sich im Nullkommanix zu einer beeindruckenden Flamme entwickeln. Auch als Erwachsener sollte man nicht zu nah ran und Vorsicht walten lassen. Kids are watching you und sie nehmen sich ein Beispiel!

Nachhaltig Feuermachen mit Feuerstahl

Anzünden mit Streichhölzern oder Feuerzeug ist für viele Kinder öde. Viel spannender und nachhaltiger ist es, wenn ihr das Feuer durch Funken anzündet. Hierfür empfehlen wir einen Feuerstarter (Werbung). Für Kindern sind wir so nicht nur Helden, sondern auch noch wahre Vorbilder. Bringt es ihnen bei.

Feuer nähren

Wenn die Flammen lodern glänzen meist auch schon die Augen der Kinder. Einfach ins Feuer schauen hat etwas Meditatives und kann auch Kinder lange beschäftigen. Natürlich braucht so ein Feuer Nachschub, wenn es lange brennen soll. Dafür habt ihr am besten das gesammelte Holz griffbereit in der Nähe und schiebt ab und zu einen Scheid oder einen dicken Ast nach.

Noch leicht feuchtes Holz legt ihr um die Feuerstelle zum Trocknen.

Leckereien am Feuer vorbereiten

Nicht nur das Feuer will gefüttert werden, auch die Menschen freuen sich über Essen vom Feuer. Was eignet sich dafür besonders? Natürlich das klassische Stockbrot, bei dem ihr den vorbereiteten Teig an Stöcke wickelt und diese dann ins Feuer haltet. Eurer Kreativität sind beim Stockbrot keine Grenzen gesetzt. Ihr könnt Kräuter dazu geben, am besten welche, die ihr zuvor mit den Kindern in der Natur gesucht habt, oder Röstzwiebeln oder Käse, wenn es herzhaft sein soll. Für die Süßmäulchen könnt ihr den Teig mit etwas Honig versetzen, mit Zimt oder mit Puderzucker bestäuben, wenn das Stockbrot fertig ist. Natürlich dürfen die Marshmallows nicht fehlen. Wer es lieber herzhaft mag kann natürlich auch Kartoffeln in Alufolie packen und in die Glut legen oder Würstchen auf einem Rost braten.

Tipp: Am besten schmeckt das Stockbrot oder die Wurst den Kindern von einem selbst geschnitztem Grillstock oder einer Gabel. Aber auch Teleskop-Feuerspieße sind ein Highlight besonders für die ganz Kleinen. Sie bieten nicht nur genügend Abstand, sondern es gibt auch weniger Tränen wegen Essen, das in die Glut gefallen ist.

Ideen rund ums Essen vom oder beim Feuer

Lagerfeuer-Spiele und Beschäftigung für Kinder beim Feuermachen

Es wäre kein richtiges Lagerfeuer gäbe es nicht auch ein paar Lieder, die gemeinsam gesungen werden. Wenn es eine Gitarre dazu gibt, umso besser. Kinder können mit selbst gebastelten oder in der Natur gesuchten Instrumente den Rhythmus dazu schlagen. Vielleicht mögt ihr euren Kindern bei der Gelegenheit auch zeigen wie man auf einem Kamm bläst. Kommt immer gut an.

Als Spiele eignen sich:

  • „Stille Post“
  • „Ich packe meinen Koffer und tue hinein“
  • Ratespiele, wie zum Beispiel: „ich kenne ein Lied, das du nicht kennst“. Du sagst diesen Satz und singst oder pfeifst die ersten Takte eines Liedes. Wer es zuerst errät hat gewonnen.
  • „zwei Wahrheiten und eine Lüge“. Du erzählst drei kleine Geschichten. Eine davon ist erfunden. Welche ist es?
  • „ich kenne ein Land, das du nicht kennst“. Die anderen stellen Fragen zu dem Land und versuchen es zu erraten.
  • „Werwölfe“ ist besonders bei Teenagern beliebt
  • „Wir gehen heut auf Bärenjagd!“

Besondere begeistert die Kinder, wenn sie ihr eigenen Grillstock verzieren können durch das Hereinbrennen der Glut ins helle Holz. Oder wie wäre es mit einem Holzlöffel, den sie am Lagerfeuer schnitzen und mit Glut ausbrennen können. Hier findet ihr Tipps zum Schnitzen mit Kindern.


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Die Gründer sind wahre Outdoor-Liebhaber mit einer starken Liebe zu der Naturgewalt Feuer. Da Zelten und Feuer zusammengehört und wir vom FlexFire überzeugt sind, freuen wir uns Wika Technology als Zeltkinder-Partner dabei zu haben.

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Sicheres Löschen des Feuers

Die Sterne funkeln, es ist spät, das Feuer runter gebrannt. Zeit schlafen zu gehen. Aber nicht, bevor du das Feuer nicht richtig gelöscht hast. Zunächst kannst du noch glühende Scheite herausziehen und langsam mit Wasser übergießen. Dann gießt du langsam Wasser in die Glut. Mit einem Stock oder Spaten rührst du vorsichtig in der Glut damit auch wirklich alles gelöscht wird. Das machst du solange bis es keine Zischgeräusche mehr gibt. Zum Schluss hältst du deine Hand darüber. Ist es so heiß, dass du sie wieder wegziehst, musst du weiter löschen, denn ein schlecht gelöschtes Feuer kann sich jederzeit wieder entzünden. Zur Sicherheit kannst du am Ende auch noch Erde auf die Feuerstelle geben. Das erstickt nicht nur letzte Glut, sondern hinterlässt die Feuerstelle auch sauber für das nächste Feuervergnügen.

Habt ihr noch eine andere Idee, wenn es ums Feuermachen geht mit Kindern?

Schreibt diese uns gerne in die Kommentare!

Feuermachen mit Kinder: Checkliste

Checkliste: Feuermachen mit Kindern

Weitere unvergessliche Feuer-Erlebnisse mit Kindern sind:

  • Feuermachen mit der Feuerschale bzw dem Outdoor-Kocher (Werbung) im Garten oder spontan auf der Wanderung unterwegs
  • Fackelwanderungen
  • Schwedenfeuer
  • Osterfeuer
  • Walpurgisnacht Feuer
  • Feuer im Schnee
Feuermachen mit Kindern auf dem Campingplatz

25 Campingplätze zum Feuermachen mit Kindern

Auf diesen Zeltplätzen könnt ihr Feuer machen sofern die Waldbrandgefahrenstufe gering ist. Es gibt entweder eine zentrale Feuerstelle oder ihr habt die seltene Möglichkeit ein Lagerfeuer direkt am Zelt zu machen. Bei einigen Plätzen dürft ihr eine Feuerschale aufstellen oder findet ganz in der Nähe die Möglichkeit Feuer zu machen mit euren Kindern.

Kennt ihr weitere tolle Zeltplätze, wo man heute noch schön Feuermachen darf?


Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Heike

    Green Village in Frauenau, Bayerischer Wald

  2. Jana

    Ein wirklich toller Beitrag! Könnte sofort wieder rausstiefeln und im Wald Holz sammeln gehen😅
    Der Artikel ist toll aufgebaut und enthält so viele schöne Tipps und Ideen. Die Checklisten sind super praktisch. Vielen Dank dafür!

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