Korsika ist für unsere Gastautorin Stefanie Holtkamp (Autorin und Gründerin des Naturzeit Reiseverlags) seit vielen Jahren ihr Lieblingsziel an der Mittelmeerküste. Daher teilt sie mit uns hier ihre Korsika Camping Tipps und vor allem neun der schönsten Familien-Campingplätze zum Zelten auf Korsika.
Einer der Gründe: Der Sommer startet einige Wochen früher als bei uns und er bleibt ein ganzes Stück länger. Auf Korsika gibt es eine traumhaft schöne Berglandschaft mit glasklaren Bächen und Badegumpen und einige der schönsten Strände und der malerischsten Orte, die wir kennen. Berge und Meer – für uns war diese Kombi einfach perfekt, als die Kids noch klein waren. Man kann an einem Tag in schönster Umgebung wandern und den nächsten relaxt am Strand verbringen. Korsische Wanderwege sind außerdem genau richtig für kleine Kinder-Abenteuer: schmal, mit Felsen zum Klettern und überall trifft man auf Wasser. »U Paradisu« nennen die Korsen ihre Insel und für uns ist sie das auch.
Korsika ist die drittgrößte Insel des westlichen Mittelmeeres. Sie ist 183 Kilometer lang und 83 Kilometer breit und so vielfältig, dass ein einzelner Urlaub kaum ausreicht, um alles zu entdecken. Nicht umsonst wird Korsika auch »Gebirge im Meer« genannt. Die Berge im Inselinneren sind beinahe hochalpin und ein ausgesprochen spannendes Wandergebiet. An der Küste findet ihr traumhafte Badestrände mit türkisblau schillerndem Wasser. Oft geht es ganz seicht hinein, sodass auch kleinere Kids sicher im Meer baden können.
Und weil die Wege nicht weit sind, könnt ihr auf Korsika entspannten Badeurlaub mit kleinen Wanderungen und Outdoor-Abenteuern verbinden. Die Anfahrt ist dabei oft schon ein Teil des Abenteuers, denn die Straßen im Inselinneren sind selten eben und führen fast nie geradeaus. Auf den kleineren, kurvigen Bergstraßen kommt man oft nur mit 30 bis 40 Stundenkilometern voran, was ihr bei der Planung von Ausflügen mitdenken solltet. Korsika ist aber nicht nur ein Naturparadies – auch wenn ihr es liebt, im Urlaub durch hübsche kleine Orte zu schlendern, kommt ihr hier auf eure Kosten.
Klima und Wetter
Trotz ihrer kompakten Größe hat die Insel erstaunlich unterschiedliche Klimazonen. In den Küstenregionen herrscht typisch mediterranes Klima mit heißen, trockenen Sommern und milden Wintern bei Durchschnittstemperaturen von neun bis zehn Grad. Die Badesaison reicht von Mitte Mai bis in den Oktober, und es bleibt bis in den Herbst hinein warm und sonnig.
Die regenreicheren Monate liegen zwischen Oktober und April – dabei regnet es oft deutlich mehr, als zum Beispiel in Südfrankreich. Bäche, die im Hochsommer nur noch Rinnsale sind, verwandeln sich im Frühjahr in reißendes Wildwasser. In den Bergen kann im Mai noch Schnee liegen, während an der Küste bereits sommerliche Temperaturen herrschen.
Generell gilt: Im Inselinneren regnet es mehr als an der Küste, an der Ostküste mehr als an der schroffen Westküste, und im Norden mehr als im Süden. Im Hochsommer können in den Bergen schnell heftige Gewitter aufziehen, während an der Küste die Sonne scheint.

Die beste Reisezeit
Mai, Juni und September eignen sich besonders gut, wenn ihr Wandern und Entdecken mit Badeurlaub verbinden wollt. Die Strände sind dann noch relativ ruhig, allerdings bleiben im Mai und ab September auch viele Restaurants und Läden in den Küstenorten geschlossen.
Im Juli und August haben auch französische und italienische Familien Sommerferien und es wird voll auf der Insel. Zum Wandern ist es in diesen beiden Monaten meist zu heiß. Die Preise für Ferienwohnungen und Campingplätze steigen sprunghaft an. Wenn ihr in den Sommerferien nach Korsika reisen wollt, müsst ihr rechtzeitig buchen und solltet unbedingt einen der schattigen Campingplätze im Uferwald auswählen.
Wenn euch das Baden nicht so wichtig ist und ihr einigermaßen wetterfest seid, sind auch Oster- und Herbstferien noch eine Option für eine Korsikareise. Viele Campingplätze öffnen jedoch erst im Mai oder Anfang Juni und schließen bereits Ende September. Außerhalb dieser Zeit ist die Auswahl eingeschränkt. Wenn ihr Pech mit dem Wetter habt, könnt ihr außerdem auch kühle Tage oder längere Regenperioden erwischen. Eine denkbare Alternative zum eigenen Zelt wäre in diesen Randzeiten eines der Häuschen, die auf Korsika auf fast allen Campingplätzen vermietet werden.
Die Osterferien eignen sich bereits hervorragend für Wanderungen. Die Macchia blüht dann in voller Pracht, die ganze Insel duftet – nur zum Baden ist es noch zu kalt. In den Herbstferien ist das Wasser dagegen noch vom Sommer erwärmt und es bleibt bis weit in den Oktober hinein warm genug zum Baden.

Korsika Camping Tipps für die Reiseplanung
Mit der Fähre nach Korsika
Vor allem aus Süddeutschland sind die Fährhäfen nach Korsika problemlos mit dem Auto zu erreichen. Von München nach Livorno, dem Hafen mit den meisten Fährverbindungen, fährt man 700 Kilometer – durchgehend auf der Autobahn. Von Livorno nach Bastia ist die Fähre etwa vier Stunden unterwegs. Zwei italienische Fährlinien, Corsica Ferries und Moby Lines fahren diese Strecke bis zu viermal täglich. Alternativ fährt Moby Lines auch von Genua und Corsica Ferries von Savona, die Zielhäfen sind dann Bastia, L’Ile Rousse und Calvi. Die Boote sind dazu etwa zwei Stunden länger unterwegs, die Tickets sind aber kaum teurer. Mit Corsica Ferries erreicht man Bastia auch von Nizza und Toulon.
Übernachten auf der Fähre
Fährt man ab Livorno mit der Morgenfähre, kann man bei Moby Lines bereits am Vorabend einchecken und die Nacht vor der Überfahrt in einer der Kabinen an Bord verbringen. Dieses Angebot heißt »Moby Night«. Die Kabine kann dann während der gesamten Überfahrt genutzt werden. Sie ist nicht besonders groß, hat aber ein eigenes kleines Bad. Die Übernachtung an Bord ist nicht super komfortabel, aber dafür stressfrei und ihr seid auf jeden Fall rechtzeitig zur Abfahrt an Bord ;). Für unsere Kinder war sie außerdem das erste große Abenteuer der Reise. Die Übernachtung muss bei der Buchung des Tickets unbedingt gleich mitgebucht werden und das Angebot gibt es nur, wenn keine Abendfähre nach Korsika fährt. Ein vergleichbares Angebot gab es unter dem Namen »Nautel« auch bei Corsica Ferries, die Buchung scheint zur Zeit aber nicht zuverlässig möglich zu sein.
Spartipps: Bei den Fähren lohnt es sich unbedingt, früh zu buchen. Die ersten Plätze auf dem Boot sind deutlich günstiger als die letzten. Beide Fährgesellschaften bieten günstige Spezialtarife, bei denen Hin- und Rückfahrt gleich festgelegt werden müssen. Umbuchungen sind dann kostenpflichtig, bei Nichtantritt gibt es keine Rückerstattung. Achtet bei der Buchung außerdem auf den Wochentag. Samstags sind Überfahrten deutlich teurer, weil an diesem Tag die meisten Ferienwohnungen neu belegt werden. An gewöhnlichen Wochentagen gibt es selbst im August oft noch günstige Tarife. Camper können sich mit geschickter Wahl des Anreisetages neben Staus auch manchen Euro sparen!
Einen Überblick über alle Fährverbindungen bekommt ihr bei den Portalen www.directferries.de oder www.aferry.com, meistens ist aber die Buchung direkt bei den Fährgesellschaften günstiger.
Muß ich vorab einen Campingplatz buchen?
Wenn ihr in der Nebensaison unterwegs seid, findet ihr auf fast allen Campingplätzen, auch ohne vorab zu buchen, einen Stellplatz für euer Zelt und könnt ziemlich spontan die Insel erkunden. Nur in den süddeutschen Pfingstferien können einige, bei deutschen Familien besonders beliebte Campingplätze recht voll werden. In den Sommerferien empfiehlt es sich auf Korsika jedoch definitiv, den Campingplatz vorab zu reservieren.
Welche Region ist für uns die richtige?
Obwohl Korsika nicht sehr groß ist, werdet ihr es kaum schaffen in einem normalen Urlaub die ganze Insel zu erkunden. Ihr müsst euch also wahrscheinlich für eine oder zwei Regionen entscheiden. Welche Ecke der Insel die richtige für euch ist, hängt auch davon ab, wie alt eure Kinder sind und wie ihr euch euren Urlaub vorstellt. An der Ostküste und im Süden ist das Meer meist ruhig, was vor allem für Familien mit kleineren Kindern wichtig ist. An der Westküste peitscht auch mal kräftige Brandung und die Strände sind wilder und ursprünglicher. Wer vom seichten, fast karibisch wirkenden türkisblauen Planschbecken träumt, wird zum Beispiel bei Porto Vecchio, bei Calvi und an der Küste der Désert des Agriates fündig. Der folgende kleine Überblick soll euch die Entscheidung für eure Urlaubsregion erleichtern.
Ostküste von Korsika
Ein nahezu durchgehender Sandstreifen säumt die ebene Ostküste und macht sie zum bevorzugten Standort für größere Ferienanlagen. Hier gibt es auch besonders viele Campingplätze, die fast alle direkt hinter dem Meer liegen. Überall kann man auch mit Kindern gut baden und zwischen den Ferienorten sind auch recht einsame Strandabschnitte zu finden. Die Ferienorte selbst sind eher zweckmäßig und nicht besonders schön.
Der Süden bei Porto Vecchio
Im Süden unterbrechen Felsen die oft feinsandigen Badebuchten vor türkis schimmerndem Meer. Besonders fotogen sind die beinahe tropisch anmutenden Strände um Porto Vecchio. An den bekannten Traumbuchten wie der Plage de Palombaggia oder Rondinara ist es allerdings selbst in der Nebensaison vergleichsweise voll. Highlights sind auch die Altstadt von Porto Vecchio, die alte Festungsstadt Bonifacio und Ausflüge in die Berge im malerischen Bavella-Gebiet. Die Region gehört zu den schönsten, aber ganz sicher auch zu den teuersten Ecken der Insel.
Die wilde Westküste
Das landschaftliche Highlight der Westküste sind die schroffen, roten Felsen im Golf von Porto. Sie gehören zum UNESCO-Weltnaturerbe. Südlich und nördlich dieses Küstenabschnitts sind aber auch schöne, sandige Buchten zum Baden zu finden. Eine Ecke, die wir sehr mögen, ist der Golf von Valinco ganz im Süden der Westküste. Rund um die Stadt Propriano gibt es hier mehrere schöne Strände und für Ausflüge ist nicht nur das spektakuläre Berggebiet am Bavella-Pass gut erreichbar. Auch wer sich für historische Relikte wie Steinreihen und Burganlagen aus der Bronzezeit begeistern kann, ist hier am richtigen Ort. Propriano ist dabei längst nicht so schick wie Porto Vecchio, was sich auch im Preisniveau bemerkbar macht.
Die Balagne im Nordwesten
Ein weiteres beliebtes Urlaubsgebiet mit seichten Stränden findet ihr in der Balagne zwischen der malerischen, genuesisch geprägten Festungsstadt Calvi und der Steinwüste »Désert des Agriates«. Die traumhaften Strände an der Küste der Désert des Agriates sind aber nur per Boot, zu Fuß oder mit Allradfahrzeug erreichbar. In der eher lieblichen Hügellandschaft im Hinterland wachsen Oliven, Obst und Wein.
Cap Corse
Das Cap Corse, die markante Spitze der Insel Korsika, ist nicht unbedingt ein Badeziel. Rund um die Halbinsel führt eine spektakuläre Küstenstraße. An dieser könnt ihr in einer wilden Felslandschaft einige hübsche Fischerorte, ein Wachturm in spektakulärer Lage, eine alte Windmühle und weitere kleine Sehenswürdigkeiten entdecken.

Gute Campingplätze zum Zelten
Folgend haben wir unsere liebsten Korsika Campingplatz-Tipps für euch zusammengestellt. Diese neun Zeltplätze sind von uns persönlich „becampt“ und daher können wir sie für Familien besonders empfehlen.
Camping Calamar
Kleiner Platz im Küstenwald an der Ostküste Korsikas bei Prunete. Geöffnet Mitte Mai bis Mitte Oktober, einfach und preisgünstig.
Ausstattung: Einfache aber saubere Sanitäranlagen, Grillplatz, Baguetteservice.
Warum wir diesen Platz so mögen: Fährt man über die hoppelige Zufahrt auf den Platz, begrüßen uns zuerst aus Baumstümpfen wachsende Holzfiguren. Es gibt einen kleinen Kräutergarten und der Rezeptionsbereich ist liebevoll gestaltet. Die schönsten Stellplätze liegen dagegen ziemlich naturbelassen in kleinen Parzellen mitten im Olivenhain und sind sehr schattig. Es gibt zwischen den Bäumen außerdem viele gute Plätze für die Hängematte oder eine Slackline. Über einen Sandpfad kommt man vom Platz zum Meer und zu einem schönen Strandabschnitt. Die Besitzer sitzen oft selbst an der Rezeption, sprechen gut Englisch und haben selbst auch Kinder. Die Preise sind fair und steigen in den Sommerferien nur moderat.
Was kann man hier machen: Der Calamar ist ein guter Platz für einen längeren Badeaufenthalt. Die nahen Bergen der Castagniccia lohnen den ein oder anderen Ausflug. Es gibt auch markierte Wanderwege, auf denen man allerdings mit ordentlichen Höhenunterschieden rechnen muss.
Die kleinen Schwächen: Die Sanitäranlagen sind einfach und bei voll belegtem Platz gut ausgelastet. Duschen ist nur zu eingeschränkten Zeiten möglich. Der Platz ist schon lange einer unserer Favoriten, in unserem Buch »Naturzeit mit Kindern: Korsika« entsprechend beschrieben und inzwischen ein beliebter Familienplatz. In deutschen Ferienzeiten ist er meist bis auf den letzten Platz belegt.
Website: www.campingcalamar.eu
Camping Arinella Bianca
Die große komfortable Anlage an der Ostküste ist der richtige Platz für alle, die eine tolle Poolanlage, Sportplätze und ein Animationsprogramm mit Kinderclub zu schätzen wissen. Geöffnet Mai bis Anfang Oktober.
Ausstattung:Riesiger Platz in ruhiger Lage am Meer mit vielen, schön platzierten Häuschen und direktem Zugang zum breiten Sandstrand. Zur Ausstattung gehören ein Strandrestaurant, ein kleiner Supermarkt, zwei schön angelegte Poolanlagen, eine davon mit Planschbecken und Wasserrutsche, die andere mit Sauna und Whirlpool. Nicht vergessen: In Frankreich sind Badeshorts für Jungs und Männer in Schwimmbädern nicht zugelassen, ihr braucht Badehosen ohne Bein, sonst dürft ihr nicht in den Pool. Animation und Kinderclub etwa von Mitte Juni bis Ende August. Der nächste Ort liegt ein Stück entfernt.
Warum wir diesen Platz mögen:Uns persönlich ist dieser Platz ein bisschen zu groß und trubelig. Die Anlage ist aber wirklich sehr schön gestaltet und unsere Empfehlung für alle, die auf den Pool und ein bisschen Luxus nicht verzichten wollen. Auch an Spielgefährten wird es hier sicher nicht fehlen.
Das kann man hier machen: Über die gut ausgebaute Ostküstenstraße sind von Ghisonaccia die hübschen Orte im Süden schnell erreicht. Auch ein Ausflug in die Berge bei Corte oder ins Bavella-Gebiet ist machbar.
Die kleinen Schwächen: Eine Buchung ist auch in der Nebensaison nur ab 3 Tage möglich.
Website: www.arinellabianca.com

Camping Cote de Nacres
Campingplatz am Meer bei Solenzara an der Ostküste der Insel Korsika. Geöffnet April bis Ende September.
Ausstattung: Gepflegte Sanitäranlagen, im Hochsommer Pizzeria am Strand, Baguetteservice, Hochseilgarten benachbart.
Warum wir diesen Platz so mögen: In der ersten Platzreihe des Cote de Nacres steht ihr praktisch am Strand. Also quasi beinahe »Les pieds dans l‘eau« – die Füße im Wasser. Nicht mal ein Zaun trennt euch vom breiten Sandband der korsischen Ostküste. Wir ziehen allerdings die zweite Reihe vor, in der Bäume ein wenig Schatten gewähren. Auf den ersten Blick liegt der Platz ungünstig nahe an der Küstenstraße, die man aber erstaunlich wenig hört. Läuft man am Strand rechts, kommt man zur Mündung der Solenzara ins Meer und könnte hier auch im Süßwasser baden.
Was kann man hier machen: Der Platz liegt direkt an der Zufahrtsstraße in die Berge und zum Bavella-Pass. Auf dem Weg hinauf gibt es an der Solenzara und am Fiumicelli sehr schöne, einfach erreichbare Badegumpen im Fluss. Im Fiumicelli kann man auf einer Flusswanderung im Wasser den Bachlauf hinaufsteigen. (Tour 41 | Naturzeit mit Kindern: Korsika)
Die kleinen Schwächen: Die Küstenstraße ist nah und auch zu hören.
Website: www.campingdesnacres.fr

Camping U Rosumarinu
In den Bergen Korsikas bieten tiefe Gumpen in verschiedenen Flüssen attraktive Badealternativen zum Meer. Unterhalb des Campingplatzes sind im Lauf der Solenzara einige davon zu finden. Der naturnahe Platz liegt an der Ostküste einige Kilometer von Solenzara entfernt im Landesinneren und an der Zufahrt zum Bavella-Pass. Geöffnet Mai bis Ende September.
Ausstattung: Gut ausgestattet mit Bar und Restaurant mit Terrasse über dem Fluss, WLAN. Weitere einladende Snack-Bar benachbart. Es gibt sonnige Stellplätze über dem Fluss und schattige Plätze weiter hinten im Wald.
Warum wir diesen Platz so mögen: Neben dem Meer und den Stränden sind es die idyllischen Flusstäler, die Korsika als Reiseziel so besonders machen. Tiefe, glasklare Wasserbassins, in die oft auch noch unerhört malerisch eine kleine Kaskade plätschert, gehören zu den schönsten Wanderzielen der Insel. Auf dem Camping Rosumarinu stehen wir direkt an einem dieser Flüsse. Es gibt hier Stellplätze direkt über einigen tollen Badegumpen in der Solenzara.
Das kann man hier machen: Im Fluss baden, ziemlich spektakulärer Hochseilgarten mit Flussüberquerungen benachbart. (Tour 40 | Naturzeit mit Kindern: Korsika). Einige Kilometer oberhalb gibt es am Fiumicelli weitere schöne Badeplätze und die Möglichkeit zu einer spannenden Wasserwanderung im Flussbett. (Tour 41 | Naturzeit mit Kindern: Korsika)
Die kleinen Schwächen: Der Platz ist inzwischen gut bekannt und vor allem bei Deutschen sehr beliebt. In den süddeutschen Ferien ist es deshalb kaum möglich einen der tollen, wenn auch recht sonnigen Plätze über dem Fluss zu bekommen. Eventuell kann man aber auf den wenige Kilometer oberhalb gelegenen Camping Ponte Grossu ausweichen, der ähnliche Qualitäten hat. Auf dem Platz gibt es keine Stromanschlüsse!
Website: urosumarinu.fr

Camping Chez Antoine
Einfach ausgestatteter Campingplatz westlich von Propriano. Geöffnet Ostern bis Ende Oktober
Ausstattung:Ebener Platz mit einem schattigen und einem sonnigen Bereich direkt hinter einer schönen Sandbucht. Das Wasser wird hier jedoch schnell tief, sodass die Bucht eher ein Badeplatz für etwas größere Kids ist, die schon sicher schwimmen. Bei unserem letzten Besuch gab es einfache Sanitäranlagen und ein Restaurant am Strand, sonst nichts. Der Platz hat aber inzwischen neue Betreiber und könnte sich in den nächsten Jahren verändern.
Warum wir diesen Platz so mögen:Wir mögen vor allem den Strand. Es gibt dort kleinere Felsen zum Klettern und bei Sonne leuchtet das Wasser türkisblau. Ab und zu hat es aber auch kräftige Wellen, dann macht das Baden besonders viel Spaß. Die Bucht ist einfach jeden Tag etwas anders.
Das kann man hier machen:Von Propriano sind die bronzezeitlichen Siedlungen von Cucuruzzu und Filitosa (Tour 37 und 22 | Naturzeit mit Kindern: Korsika) gut erreichbar, außerdem lohnt ein Ausflug nach Campomoro mit Sandstrand und Wachtturm (Tour 23 | Naturzeit mit Kindern: Korsika) oder zur alten Stadt Sartène.
Die kleinen Schwächen:Die Sanitäranlagen sind bei voll besetztem Platz zu klein und jeden Morgen bildet sich vor dem Bäckerwagen eine lange Schlange. Wer sich nicht rechtzeitig anstellt, hat nicht mehr viel Auswahl. Die enge und steile Zufahrt ist für größere Fahrzeuge eine Herausforderung.
Website: www.campingchezantoine.com

Camping Cyrnos
Einfach ausgestatteter Campingplatz westlich von Propriano bei Porto Pollo. Geöffnet Juni bis September
Ausstattung: Lang gezogener, im vorderen Bereich mäßig schattiger Wiesenstreifen mit großen alten Bäumen. Die Rezeption und das nur im Hochsommer geöffnete Restaurant liegen direkt hinter einer hübschen Bucht mit feinem weißen Sand. Der Platz ist auch beliebt zum Windsurfen, viele Gäste haben Boards dabei. Die Sanitäranlagen sind eher einfach. Einen kleineren Supermarkt gibt es im nahen Dörfchen Porto Pollo.
Warum wir diesen Platz so mögen:Der kleine Platz liegt mitten in der Natur und abseits von Straßen. Die Bucht ist eher ruhig und wenig frequentiert.
Das kann man hier machen: Baden und die Ruhe genießen. Die bronzezeitliche Siedlung von Filitosa (Tour 22 | Naturzeit mit Kindern: Korsika) und der schöne Strand von Cupabia (Tour 21 | Naturzeit mit Kindern: Korsika) sind nicht weit, ansonsten seid ihr hier ziemlich am Ende der Welt.
Die kleinen Schwächen: Für Ausflüge mäßig geeignet, Vorsicht, nur Barzahlung möglich.
Website: www.camping-cyrnos.fr
Camping Le Bodri
Der Campingplatz liegt ein Stück südlich von l’Ile Rousse an der hier ansonsten unverbauten Küste. Geöffnet Mai bis September,
Ausstattung: Schön in Terrassen angelegtes Gelände, im hinteren Bereich sehr schattig, vorne etwas sonniger. Ein sandiger Fußweg führt über die Schienen der Balagne-Bahn zu einer schönen Sandbucht. Oben an der Rezeption gibt es einen kleinen Laden, ein Café und ein Restaurant. Eine Reservierung ist hier nicht möglich.
Warum wir diesen Platz so mögen:Ihr steht hier unterhalb der Straße in einer weiten Dünenlandschaft, sehr nahe an einer schönen Badebucht und seid über die Balagne-Bahn trotzdem auch an die attraktiven Orte der Region angebunden.
Das kann man hier machen:Über den Küstenweg ist L‘Ile Rousse mit einer kleinen Wanderung zu Fuß erreichbar. Der Campingplatz ist außerdem eine Station der Balagne-Bahn, die zwischen Calvi und L’Ile Rousse an der Küste entlangfährt. Beide Städte sind also vom Platz per Bummelzug erreichbar (Tour 9 | Naturzeit mit Kindern: Korsika).
Die kleinen Schwächen: Die Bahn ist vom Platz gut zu hören. Die Züge sind historisch und veranstalten ein ziemliches Getöse. Bei stärkerer Brandung ist die Bucht kein besonders guter Badeplatz für kleinere Kinder.
Website: www.campinglebodri.com

Camping Village Ostriconi
Schöner Campingplatz in absoluter Alleinlage am Rand der Désert des Agriates, einer steinigen Berglandschaft an der Westküste Korsikas. Geöffnet ca. Mai bis Oktober.
Ausstattung: Eher einfache aber saubere Sanitäranlagen, Baguetteservice, kleiner Laden, Restaurant, Pool, Häuschen zum Mieten.
Warum wir diesen Platz so mögen: Den Camping Plage d‘Ostriconi lieben wir vor allem für seine Lage mitten im Nichts und für seinen traumhaft schönen Weg zum Meer. Der Weg zur nahen Küste führt durch ein üppig grünes Tal am Fluss entlang, hinter dem die rötlichen Berge der Désert des Agriates aufragen. Über eine Brücke geht es dann in den Sand. Um zum Strand und zum Meer zu kommen, muss man zuerst den Fluss durchwaten. Je nach Wasserstand kann das etwas abenteuerlich werden. Die naturbelassene Plage d‘Ostriconi teilt man sich dann auch mal mit Kühen. Der Platz selbst glänzt mit einem sehr freundlichen, hilfsbereiten Team und einem recht guten Restaurant.
Was kann man hier machen: Ein Küstenwanderweg führt in drei Tagen vom Campingplatz einmal um die Désert des Agriates mit ihren vielen kleinen Buchten und traumhaften Sandstränden und bis nach Saint Florent. Es sind aber auch kürzere Wanderungen in die Steinwüste möglich (Tour 5 | Naturzeit mit Kindern: Korsika). Ansonsten lockt natürlich der Strand.
Die kleinen Schwächen: Die Sanitäranlagen sind eher einfach, recht luftig ausgefallen, was aber nur an Schlechtwettertagen stört. Die Häuschen haben schon bessere Tage gesehen. Im Hochsommer ist der Boden an vielen Stellen recht staubig.
Website: www.village-ostriconi.com

Camping California
Naturnaher, unparzellierter Campingplatz in der Pineta (in Pinarellu in der Nähe von Porto Vecchio) hinter einer schönen sanft geschwungenen Sandbucht, der hintere Bereich des Strandes ist ein FKK-Strand. Geöffnet Mai bis Oktober, www.campingcaliforniacorse.com
Ausstattung: Der Platz hat eher einfache Sanitäranlagen, ein Restaurant, einen kleinen Laden und einen großen Grillplatz. Außerdem gibt es Sportplätze (Tennis), einen kleinen Spielplatz und einen SUP- und Kajakverleih. Es gibt einen für Zelte reservierten Bereich. Im Juli und August sind Hunde nicht erlaubt.
Warum wir diesen Platz so mögen: Das Gelände ist angenehm naturnah, ausreichend schattig und liegt an einer außerordentlich schönen Bucht. Im nahen Ort Pinarellu kann man gut essen gehen. Es gibt einen fairen Kinderpreis bis 10 Jahre.

Das könnt ihr hier machen: In der Nähe lockt die Altstadt von Porto Vecchio und auch Bonifacio ist gut zu erreichen. Der Aufstieg zum nahen Castello d’Arragio ist ein kleines Abenteuer für weniger heiße Tage (Tour 34 | Naturzeit mit Kindern: Korsika) und auch die Berge des Alta Rocca (Bavella-Gebiet) sind gut erreichbar. (Tour 35 bis 41 | Naturzeit mit Kindern: Korsika).
Die kleinen Schwächen: Wir kennen den Platz mit mäßig sauberen, technisch nicht immer einwandfreien Sanitäranlagen. Es scheint seit der Saison 2025 ein neues Sanitärhaus zu geben.
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Fotos und Text: Stefanie Holtkamp vom Naturzeit Reiseverlag
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