Site is Loading, Please wait...
Du betrachtest gerade Camping Sardinien mit Kindern: 8 wunderbare Campingplätze & wertvolle Reisetipps für Familien

Camping Sardinien mit Kindern: 8 wunderbare Campingplätze & wertvolle Reisetipps für Familien

Sardinien – das ist für uns seit vielen Jahren eines unserer Lieblingsziele an der Mittelmeerküste. Hier kommt der Sommer einige Wochen früher als bei uns und er bleibt ein ganzes Stück länger. Sardinien ist im Inselinneren bergig, allerdings sind die Berge nicht so schroff wie auf Korsika. Sardinien ist außerdem deutlich größer und es gibt auch an der Küste einige Regionen, in denen nur wenige Menschen wohnen.

Du findest lange, einsame Strände, an denen außerhalb der Badesaison kaum jemand unterwegs ist. Durch die südlichere Lage ist es auf der Insel außerdem wärmer als auf Korsika. Sardinien eignet sich daher besser den Sommer zu verlängern und das Camping Sardinien Abenteuer mit traumhaften Wandertouren und Badespaß noch im Oktober zu genießen

Berge und Meer

Sardinien ist nach Sizilien die zweitgrößte Insel des Mittelmeeres. Mit einer Länge von 270 Kilometern und einer Breite von 145 Kilometern ist die Insel deutlich größer als Korsika. Dank des gut ausgebauten Schnellstraßennetzes ist es möglich, in etwa drei Stunden auf der »Carlo Felice« von Porto Torres im Norden bis zur Hauptstadt Cagliari im Süden zu gelangen. Die schnellen Routen nutzen die Täler zwischen den Bergregionen, denn auch Sardinien ist größtenteils bergig. Der höchste Punkt der Insel ist die Punta la Marmora im Gennargentu-Massiv mit 1.834 Metern. Auch der Supramonte südlich von Nuoro erreicht beeindruckende Höhen bis zu 1.463 Meter. Wer sich auf Entdeckungsreise begibt und die Schnellstraßen verlässt, findet sich schnell auf kurvenreichen Sträßchen wieder – nicht nur im Landesinneren.

Sardiniens Traumstrände

Die größte Attraktion Sardiniens sind zweifellos die Strände. Bei 1.850 Kilometern Küstenlinie ist für jeden Geschmack etwas dabei: Kilometerlange Sandstreifen findet man im Norden und um den beliebten Ferienort Budoni an der Ostküste sowie rechts und links von Cagliari im Süden. Kleine Paradiesbuchten, eingeschlossen von hohen Felsen und nur zu Fuß oder mit dem Boot erreichbar, sind typisch für die Küste im Golf von Orosei. Ganz anders wirken die wüstenartige Dünenlandschaft der Costa Verde und die blendend weißen Kiesbuchten an der oft vom Wind zerzausten Halbinsel Sinis. Auf Sardinien finden alle ihren Lieblingsstrand.

Wer vom seichten, fast karibisch wirkenden türkisblauen Planschbecken träumt, wird zum Beispiel an der Costa Smeralda, an verschiedenen Spots an der Ostküste oder im Süden an der Costa Rei und um Villasimius fündig. Viele dieser Paradiesbuchten sind aber eher klein. Um die Besucherströme zu lenken, sind einige besonders beliebte Strände auf Sardinien inzwischen im Hochsommer zugangsbeschränkt. Ihr müsst ein Ticket buchen, um sie zu besuchen.

Fast alle Campingplätze der Insel sind an der Küste zu finden, Übernachtungsmöglichkeiten im Inland gibt es nur wenige. Viele der Küstenorte sind aber reine Feriensiedlungen, die im Winter fast ausgestorben sind. Ein Großteil der sardischen Bevölkerung lebt nicht direkt am Meer und auch die meisten Sehenswürdigkeiten der Insel findet ihr ein Stück im Inselinnern.

Sehenswertes abseits der Küsten

Schöne, auch für Kinder spannende Ausflugsziele sind zum Beispiel die vielen Höhlen, von denen etliche für Besuche erschlossen sind. Darüber hinaus gibt es eine schier unglaubliche Menge an archäologisch interessanten Plätzen. Viele Völker haben auf Sardinien ihre Spuren hinterlassen. Sie stammen aus der megalithischen Zeit und der Nuraghenkultur, einer frühen Hochkultur aus der Bronzezeit – oder auch aus der punischen und römischen Besatzung. Diese Orte erlauben nicht nur einen plastischen Blick in die Geschichte Europas – sie taucgen durchaus  auch als spannende Ausflugsziele für Familien. Vor allem die Reste der Nuraghentürme, die man durch finstere Gänge und über uralte Steintreppen erkunden kann, sind bei Kids sehr beliebt. Genauso wie die Felshöhlen der »Domus de Janas«, uralte Felsengräber aus der Megalithkultur, von denen einige Berghänge geradezu durchlöchert sind. Viele dieser Plätze könnt ihr auf eigene Faust erkunden.

Die beste Reisezeit

Das Klima auf Sardinien ist von heißen, trockenen Sommern mit Tagestemperaturen, die leicht 40 °C erreichen, und relativ milden, aber feuchten Wintern geprägt. Im Bergland ist Schnee im Winter keine Seltenheit. Die Hochsaison ist auf der Insel relativ kurz und beschränkt sich auf Juli und August. Der Preisunterschied zwischen Neben- und Hauptsaison ist auf Sardinien auf vielen Campingplätzen beträchtlich: Für ein und denselben Stellplatz wird im August schon mal doppelt so viel verlangt wie im Mai oder September.

Frühjahr (April bis Mitte Mai): Wenn es im April wärmer wird, blüht die ganze Insel. Die großen Stauseen im Landesinneren sind gut gefüllt und die Weideflächen grün und üppig. Zum Baden ist das Meer noch zu kalt und die Strände sind menschenleer – diese Zeit ist besonders gut zum Erkunden der Insel geeignet. Wer wetterfest ist, kann dazu auch schon im Zelt übernachten, allerdings sind im April die meisten Campingplätze noch geschlossen. Viele öffnen im Mai, andere tatsächlich auch erst Anfang Juni. Das perfekte Reisefahrzeug für diese Zeit ist daher ein Campervan oder ein Wohnmobil mit dem man auch Stellplätze nutzen oder auch mal auf einem einfachen aprkplatz übernachten kann.

Frühsommer (Mitte Mai bis Juni): Die Badesaison beginnt etwa Mitte Mai, wenn die ersten heißen Tage vergessen lassen, dass das Wasser noch recht kühl ist. Ab Juni wird es zuverlässig heiß und trocken, das Wasser erwärmt sich schnell von 17 °C im Mai auf sommerliche 24 °C.

Sommer (Juli bis August): Die absolute Hochsaison liegt auf Sardinien in den ersten drei Augustwochen, um den italienischen Feiertag Ferragosto (15. August). Dann überfluten Urlauber vom italienischen Festland die Insel und die Ferienzentren komplett ausgebucht sind. Die Preise auf den Campingplätzen steigen in dieser Zeit exorbitant und viele Strände sind mit Liegen und Schirmen zugestellt. Die meisten Campingplätze auf Sardinien bieten in der Hochsaison ein Animationsprogramm und einen Kinderclub, weil das von italienischen Gästen einfach erwartet wird.

Herbst (September bis Oktober): Der Spuk endet so plötzlich, wie er begann. In der letzten Augustwoche wird es ruhiger und die Preise fallen. Anfang September folgtmeist  der zweite Preissprung. Dann treffen auf den Campingplätzen statt italienischer Großfamilien Gäste aus Süddeutschland ein. Auch die Ferientermine in der Schweiz und in Österreiche sind deutlich spürbar. Das Meer bleibt bis in den Oktober hinein angenehm badewarm, während sich die von der Sommerhitze ausgedörrte Landschaft langsam erholt. Die ersten Campingplätze schließen Ende September, einige bleiben aber auch bis Ende Oktober geöffnet.

Planung für eure Sardinienreise

Mit der Fähre nach Sardinien

Vor allem für Familien aus Süddeutschland sind die Fährhäfen nach Sardinien problemlos mit dem Auto zu erreichen. Von München nach Livorno, dem Hafen mit den meisten Fährverbindungen, fährt man 700 Kilometer – durchgehend auf der Autobahn. Von Livorno nach Golfo Aranci oder Olbia ist die Fähre etwa 6 bis 7 Stunden unterwegs. Drei Fährlinien, Corsica Ferries, Moby Lines und Grimaldi Lines sind auf dieser Strecke unterwegs. Alternativ fährt Moby Lines auch von Genua.

Übernachten auf der Fähre

Sehr komfortabel sind die Überfahrten in der Nacht. Man fährt zwischen 20 und 22 Uhr aufs Schiff, bezieht seine Kabine, wird morgens um kurz vor sechs zum Frühstück geweckt und beginnt den neuen Tag am Urlaubsziel. Die Nacht­überfahr­ten sind vor allem am Wochenende etwas teurer. Für die zusätzliche Kabine zahlt man für vier Personen 70 bis 100 Euro. Dafür spart man sich eine Übernachtung in Hafennähe oder die an­stren­gende nächt­liche Anfahrt, um die Morgenfähre zu erreichen.

Spartipps: Bei den Fähren lohnt es sich unbedingt, früh zu buchen. Die ersten Plätze auf einer Fähre sind deutlich günstiger als die letzten. Beide Fährgesellschaften bieten günstige Spezialtarife, bei denen Hin- und Rückfahrt bei der Buchung festgelegt werden müssen. Umbuchungen sind dann kostenpflichtig, bei Nichtantritt gibt es keine Rückerstattung. Achtet bei der Buchung außerdem auf den Wochentag. Samstags sind Überfahrten deutlich teurer, weil an diesem Tag die meisten Ferienwohnungen neu belegt werden. An gewöhnlichen Wochentagen gibt es selbst im August oft noch günstige Tarife. Camper können sich mit geschickter Wahl des Anreisetages neben Staus auch manchen Euro sparen!

Einen Überblick über alle Fährverbindungen bekommt ihr bei den Portalen www.directferries.de oder www.aferry.com, meistens ist aber die Buchung direkt bei den Fährgesellschaften günstiger.

Muss ich vorab einen Campingplatz buchen?

Wenn ihr in der Nebensaison unterwegs seid, findet ihr auf den meisten Campingplätzen auch ohne vorab zu buchen einen Stellplatz für euer Zelt und könnt ziemlich spontan die Insel erkunden. Ausnahmen sind definitiv die beiden Campingplätze in Costa Rei, die zurzeit in jeder Ferienperiode beinahe chronisch ausgebucht sind. In den Sommerferien empfiehlt es sich auf Sardinien jedoch definitiv, den Campingplatz frühzeitig zu reservieren.

Welche Region ist für uns die richtige?

Sardinien ist zu groß, um in einem normalen Urlaub die ganze Insel zu erkunden. Ihr solltet euch also für eine oder zwei Regionen entscheiden. Welche Ecke der Insel die richtige für euch ist, hängt auch davon ab, wie alt eure Kinder sind und wie ihr euch euren Urlaub vorstellt. Kleinkindertaugliche Strände, an denen das Wasser nur langsam tiefer wird, findet ihr vor allem an der Ostküste und im Süden der Insel. An der Westküste peitscht auch mal kräftige Brandung und die Strände sind wilder und ursprünglicher. Hier gibt es auch nur wenige richtige Campingplätze, sondern eher Stellplätze für Wohnmobile. Dieser kleine Überblick soll euch die Entscheidung für eure Urlaubsregion erleichtern.

Der Norden: Gallura und Costa Smeralda

Die Landschaft im Norden ist gesprenkelt von großen Granitblöcken, die sich im Inland zu knubbeligen Steinhaufen und massigen grauen Bergen auftürmen. An der Küste haben sie an vielen Stellen durch den Einfluss von Wind und Wasser die skurrilsten Formen angenommen. Ganz besonders schöne Steinformationen finden sich am Capo d‘Orso und am Capo Testa. Zwischen die dicken Felsbrocken schmiegen sich immer wieder kleine weiße Sandbuchten, was die Idylle vollkommen macht. Während im Nordosten an der Costa Smeralda die nobelsten Badeorte der Insel liegen, ist die Gallura, die Küste zwischen Palau und Santa Teresa, auch für Normalsterbliche erschwinglich.

Westlich von Santa Teresa wird die Landschaft flacher und gewöhnlicher. Hier befindet sich an der Mündung des Fiume Coghinas bei Valledoria noch einmal ein kleines touristisches Zentrum mit einem schönen langen Sandstrand, an dem ihr aber häufig mit etwas mehr Brandung rechnen müsst.

Nördliche Ostküste: San Teodoro, Budoni, Cala Liberotto

Der Küstenabschnitt südlich von Olbia ist eines der beliebtesten Badegebiete der Insel. Die Region ist vom Fährhafen schnell erreicht und hält mit Buchten wie La Cinta, Lu Impostu und Cala Brandinchi echte Highlights bereit. Etwas weniger spektakulär, aber dafür deutlich ruhiger, ist der lange Sandstreifen bei Budoni. Wer wilde, naturbelassene Strände sucht, sollte außerdem den Strand von Berchida und das benachbarte Naturschutzgebiet Oasi Biderosa nicht versäumen, das von fünf langen Sandstränden gesäumt wird. Hier gibt es sm Meer keine Liegen und Schirme und außerdem eine Zugangsbeschränkung für Pkw.

Ostküste: Supramonte und Ogliastra

Schroffe Felsen, die Ausläufer des Supramonte-Gebirges, prägen die Küstenlinie im Golf von Orosei. Idyllisch gelegene, feinsandige Buchten, die nur mit dem Boot oder zu Fuß erreichbar sind, liegen eingeschlossen zwischen hoch aufragenden Felswänden – darunter auch der bekannteste Strand Sardiniens: die völlig überlaufene Cala Goloritzé, die übrigens nur mit einer zweistündigen Wanderung erreichbar ist (Tour 44 | Naturzeit mit Kindern: Sardinien). Trotz oder gerade wegen seiner Unzugänglichkeit gehört dieser Teil der Küste durchaus zu den viel bereisten Ecken der Insel. Im Sommer fahren die Badeboote von Cala Gonone und Santa Maria Navarrese im Stundentakt.

Südlich des Golfes beginnt die sanftere Küste der Ogliastra mit einem ausgedehnten Sandstreifen, der bis Arbatax reicht. Südlich der Stadt verstecken sich schöne Badebuchten wie Lido Orri und Baia Cea in einer wenig verbauten, leicht hügeligen Küstenlandschaft. In Meeresnähe ist es hier weitgehend eben, im Inland erheben sich im Gennargentu-Massiv die höchsten Berge der Insel.

Costa Rei und Costa del Sud

Rechts und links der Stadt Cagliari sind an der Südspitze der Insel einige der schönsten Strände Sardiniens zu finden. Unsere Favoriten sind der lange Strand des ausgedehnten Badeortes Costa Rei und die ebenso langen, aber deutlich wilderen Strände bei Chia. Weitere Traumstrände gibt es rund um den lebhaften Badeort Villasimius. Hier sind auch einige der kleinen Paradiesbuchten mit Zugangsbeschränkung zu finden, wie zum Beispiel die Cala Pira und die Punta Molentis.

Costa Verde

Der Südwesten der Insel ist ehemaliges Bergbaugebiet und nur sehr dünn besiedelt. Hier gibt es noch etliche Ruinen von Bergbauanlagen und einige halb verlassene Dörfer. Der einzige Campingplatz befindet sich in Buggeru. Nördlich des Ortes beginnt die Costa Verde. Ihre weiten Sanddünen und die endlos langen Strände stehen unter Naturschutz. Hier legen Meeresschildkröten ihre Eier ab und der sardische Hirsch findet ein ruhiges Refugium. Nur drei Straßen führen hinunter zum Meer. Diese Region lässt sich gut mit dem Wohnmobil bereisen, zum Zelten fehlt die Infrastruktur.

Halbinsel Sinis

Völlig flach und oft vom Wind zerzaust bietet die Halbinsel Sinis ein völlig anderes Bild als der Rest der Insel. Die brettebene Halbinsel ist berühmt für ihre ungewöhnlichen Strände aus weißen Quarzsandkieseln – die sogenannten Reiskornstrände. Außerdem gibt es hier große Salzwasserseen, an denen häufig Flamingos zu sehen sind. Gleich drei Campingplätze findet ihr in der Pineta an der langen, aber eher etwas rauen Sandbucht Is Arenas im Norden von Sinis.

Bosa und Alghero

Die spanisch geprägte Stadt Alghero gehört mit ihrer schönen historischen Altstadt zu den viel besuchten Highlights der Insel. In der Umgebung sind auch einige schöne Sandstrände zu finden, die aber immer gut besucht sind. Nördlich von Alghero ragt die spektakuläre Steilküste des Capo Caccia ins Meer, in deren Kalkwänden sich die Wasserhöhle Grotta di Nettuno öffnet. Zwischen Alghero und Bosa führt eine schmale, ziemlich spektakuläre Küstenstraße an der einsamen Steilküste entlang. An diesem Küstenabschnitt gibt es nur wenige Bademöglichkeiten und auch Bosa ist kein besonders guter Badeort, gehört aber ganz sicher zu den charmantesten Städtchen auf Sardinien. Seine pastellfarbenen Häuschen ziehen sich von der Uferpromenade am Temo den Hang hinauf bis zur Ruine einer genuesischen Festung.

Gute Campingplätze zum Zelten

Camping Acapulco

Schön gelegener Campingplatz am Meer am Ortsrand von Palau im Norden Sardiniens. Geöffnet März bis Oktober. www.campingacapulco.com

Ausstattung: Saubere, aber eher einfache Sanitäranlagen, gemütliches Restaurant mit guter Küche, WLAN in der Nähe der Rezeption.

Warum wir diesen Platz so mögen: Die schönsten Stellplätze liegen leicht erhöht im vorderen Bereich und haben Meerblick. Am Platz gibt es eine kleine, extrem nette Badebucht zwischen dicken Steinen. Die Sanitäranlagen sind zwar nicht ganz so schick, dafür spült man hier mit Meerblick. Um nach Palau zu kommen, spaziert man auf einem Pfad immer an der Küste entlang. In Palau gibt es dann viele kleine Läden und auch die ein oder andere Gelateria. Schon diese Kurzwanderung vermittelt Urlaubsfeeling pur. Auf dem Platz gibt es viele Felsen, die Kids ganz unwiderstehlich zum Klettern einladen.

Was kann man hier machen: Von Palau fahren Ausflugsboote ins Maddalena-Archipel mit seinen vielen kleinen Inseln. Alternativ kann man auch per Fähre nach La Maddalena hinüberfahren. Dort lohnt ein Bummel durch den Hauptort La Maddalena und ein Wanderausflug auf die benachbarte und mit einem Damm verbundene Insel Caprera mit unberührter Natur und schönen kleinen Sandbuchten. (Tour 1 und 2 | Naturzeit mit Kindern: Sardinien)

Die kleinen Schwächen: Während der Ferienzeit sind die schönsten Plätze vorne am Wasser schnell belegt. Die schönsten Strände Sardiniens liegen ein Stück entfernt und der Ferienort Palau ist nur in seinem Zentrum attraktiv. In den Außenbereichen wuchern Appartementanlagen die Hänge hinauf.

Alternative: Wer Wert auf komfortablere Sanitäranlagen legt, wählt den Camping Baia Saraceno auf der anderen Seite von Palau. Hier gibt es ebenfalls eine Handvoll traumhaft schöner Plätze direkt über dem Meer und sehr nette kleine Häuschen (Tukuls) in toller Lage.

Centro Vacanze Isuledda

Riesiger, komfortabel ausgestatteter Platz auf einer Halbinsel mit mehreren Badebuchten. In der ersten Reihe gibt es viele grandiose Plätze mit Meerblick, die man sich allerdings gut bezahlen lässt. Geöffnet Ostern bis Ende Oktober. www.isuledda.it/de/

Ausstattung: Auf dem gut ausgestatteten Riesenplatz gibt es fast alles außer einer Pooalanlage: Café und Restaurant, Sauna und Spa, eine Surf- und Segelschule, eine Tauchschule und Seekajakkurse. Abendprogramm, Animation und Kinderclub von Anfang Juni bis Mitte September – das Programm ist leider auf dem ganzen Platz gut zu hören.

Warum wir diesen Platz mögen: Es gibt kaum einen anderen Platz auf Sardinien mit so vielen tollen Plätzen am Wasser. Wenn sie euch zu teuer sind: ihr steht auch in der zweiten Reihe recht gut. Wir kommen allerdings ausschließlich außerhalb der Saison hierher, wenn es kein Anitaionsprogramm mehr gibt – aber am Ende ist ja auch das Geschmackssache.

Was kann man hier machen: Baden und Wassersport – für beides braucht man den Platz nicht zu verlassen. Als Ausflugsziele eignen sich das Capo d‘Orso, die archäologischen Stätten von Azachena oder eine Bootsfahrt nach La Maddalena (Tour 1 und 2 | Naturzeit mit Kindern: Sardinien).

Die kleinen Schwächen: In der Saison laut, voll und sehr teuer.

Camping Cala Ginepro

Großer, gut geführter Platz in der Pineta hinter dem schönen Strand von Cala Liberotto. Geöffnet Ende  April bis Mitte Oktober, campingcalaginepro.net

Ausstattung: Gelateria, Restaurant und kleiner Laden. Kajak, Tretboot und Fahrradverleih. Animation und Kinderclub vom 15. Juni bis 31. August. Größere Hunde sind nicht erlaubt.

Warum wir diesen Platz mögen: Die besondere Qualität des Platzes liegt in seiner ruhigen Lage in der schattigen Pineta zwischen zwei hübschen kleineren Sandbuchten, an denen es schön sanft ins Wasser geht. Dazu kommen gepflegte Sanitäranlagen und ein recht gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Was kann man hier machen: Cala Liberotto liegt direkt südlich des Naturschutzgebietes Oasi Biderosa (Tour 49 | Naturzeit mit Kindern: Sardinien)

Die kleinen Schwächen: Im Sommer Animationsprogramm auch aus den benachbarten Ferienanlagen, sodass es bis in den späten Abend recht laut ist.

Alternative: Der Camping Sa Prama liegt an der gleichen Bucht. Das Gelände ist deutlich kleiner und die Sanitäranlagen sind einfacher.

Camping Orri

Gepflegtes Gelände im Schatten der Pineta und direkt hinter der hübschen Bucht Lido Orri. Geöffnet Mai bis Mitte Oktober. campingorri.it

Ausstattung: Kleiner, schön angelegter Pool, Restaurant, kleiner Laden, Fahrradverleih, Grillplatz.

Warum wir diesen Platz mögen: Das Gelände ist angenehm schattig und liegt hinter einer schönen Bucht mit Strandbar. Der Platz ist nicht zu groß und es geht hier relativ gelassen zu.

Was kann man hier machen: Im Hinterland von Tortoli locken Ausflüge in die malerischen Berge von Ulassai und zur Grotta Su Marmuri. Wenn eure Kindern Tiere lieben, könnt ihr von Santa Maria Navarrese auch mit einem Esel an der Küste entlangwandern  (Tour 43 | Naturzeit mit Kindern: Sardinien). Auch Cala Gonone und das Hochplateau von Baunei sind gut zu erreichen. (Tour 42 bis 46 | Naturzeit mit Kindern: Sardinien)

Die kleinen Schwächen: Außerhalb der Saison ist der Platz weniger attraktiv, da es kaum Sonnenplätze gibt und der Platz dann etwas finster wirkt. Im Sommer Mindestaufenthalt von einer Woche, außerhalb der Saison Mindestaufenthalt 3 Tage.

Alternative: Ebenfalls empfehlenswert ist der benachbarte kleinere Campingplatz Cigno Bianco, der etwas früher öffnet und es länger bleibt. Hier gibt es jedoch keinen Pool. Einige Stellplätze liegen in der Sonne und im Halbschatten, was im Frühjahr und im Herbst sehr angenehm ist. Außerhalb der Saison gibt es hier auch einen ACSI-Tarif.

Camping Capo Ferrato

Familiärer Platz direkt hinter einem der schönsten Strände Sardiniens am Rand des Ortes Costa Rei. Geöffnet Ostern bis Anfang November. www.campingcapoferrato.com

Ausstattung: Gepflegte, neu renovierte Sanitäranlagen, Ristorante und kleiner Laden, WLAN, Schirme und Liegen am unteren Platzrand (falls gewünscht), im Juli und August Animation an einem abgelegenen Platz der Anlage.

Warum wir diesen Platz so mögen: Zuerst einmal ist der lange Sandstrand vor dem Camping einfach grandios. An Ostern kann man hier tolle Strandspaziergänge machen. Über feinen weißen Sand geht sanft ins türkisblau schimmernde Wasser. Die vorderen Stellplätze sind nur durch einen Maschendrahtzaun vom Sand getrennt. Eine zweite besonder Qualität des Platzes sind das Team und die Atmosphäre. Der Campingplatz wird in der zweiten Generation von der Familie Fanni geführt und das mit Herzblut. Im Frühsommer gibt es im Rahmen der sardischen Wochen Auflüge zum Schäfer, auf die Orangenplantage oder zum Imker. Das Programm betreut Platzchefin Patrizia persönlich. Wir lieben diesen Platz vor allem an Ostern, wenn er noch nicht voll besetzt ist. Costa Rei ist dann außerdem einer der wenigen Orte, die nicht mehr im touristischen Tiefschlaf liegen und ihr bekommt zumindest eine Pizza. Auch das Ristorante auf dem Platz ist schon ab Ostern geöffnet.

Andere Qualitäten entwickelt der Capo Ferrato im Hochsommer: Durch die Lage neben einem Naturschutzgebiet ist der Strand vor dem Camping nur mit einem längeren Fußmarsch zu erreichen und bleibt auch im größten Trubel vergleichsweise ruhig.

Was kann man hier machen: Costa Rei ist das perfekte Badeziel. Außerhalb der Badesaison locken Wanderungen an der Küste oder im nahen Parco Sette Fratelli. (Tour 32 und 33 | Naturzeit mit Kindern: Sardinien). Auch Cagliari mit schöner Altstadt und einem interessanten historischen Museum lohnen einen Besuch. (Tour 31 | Naturzeit mit Kindern: Sardinien)

Die kleinen Schwächen: Der Campingplatz ist nicht besonders groß, sehr beliebt und daher meist schon ab Pfingsten bis auf den letzten Platz belegt. Auf anderen Campingplätzen Sardiniens habt ihr zu dieser Zeit noch viel Raum um Euch herum. Im Hochsommer ist das dann wieder egal, da ist es überall voll. Für Juli und August müsst Ihr unbedingt schon im Winter reservieren, sonst habt ihr keine Chance auf einen Stellplatz. Vorsicht im Hochsommer mit den schönen Plätzen ganz vorne am Meer: Sie haben nur wenig Schatten und an heißen Tagen stehen hier nur hitzeresistente Naturen richtig gut.

Alternative: Am anderen Ende des gleichen Strandes befindet sich der Camping Tiliguerta. Hier habt ihr eher eine Chance ohne Reservierung einen Platz zu bekommen. Die Stellplätze befinden sich im schattigen Uferwald von dem ein Pfad zum Strand führt. Der Ort Costa Rei liegt ein ganzes Stück entfernt und der Campingplatz ist der perfekte Ausgangspunkt für Wanderungen über die wilde Halbinsel Capo Ferrato und zum Aussichtsberg Monte Ferru  (Tour 33 bis 35 | Naturzeit mit Kindern: Sardinien)

Area Sosta Camper S‘Abba Druche

Einfacher Platz mit Basisaussattung drei Kilomter nördlich von Bosa und direkt hinter zwei Badebuchten. Geöffnet April bis Oktober. www.sabbadruche.com

Ausstattung: Es gibt wenige Stellplätze auf  Wiesenboden und zwei große geschotterte Terrassen. Am Platzeingang steht ein kleines Sanitärhäuschen. Ein Fußpfad führt zu zwei Badebuchten und einem schicken Strandrestaurant. Auf dem Platz stehen hautsächlich Wohnmobile, ihr seit aber auch mit einem Zelt ausdrücklich willkommen. Der Platz ist außerdem alternativlos, da es in der Nähe von Bosa keine  weiteren Campingplätze gibt.

Warum wir diesen Platz mögen: Die beiden kleinen Badebuchten von S‘abba Druche gehören definitiv zu den nettesten Badeplätzen bei Bosa. Ansonsten ist es vor allem die Region, die wir sehr mögen. Bosa ist so abgelegen, dass es trotz wachsender Bekanntheit immer noch sardische Tourismusprovinz geblieben ist. Rund um den Stellplatz ist die Küste vulkanisch geprägt und es gibt recht ungewöhnliche Felsformationen zu bestaunen. In den schroffen Berghängen im Hinterland ist die einzige Gänsegeierkolonie der Insel zu Hause und man sieht die großen Vögel häufig am Himmel kreisen.

Was kann man hier machen: Nördliches des Platzes könnt ihr am Torre Argentina ein Stück der beschriebenen Vulkanküste erkunden, eine weitere Mondlandschaft versteckt sich nördlich des hafens von Bosa. Hier gibt es auch ein natürliches Badebecken in den Felsen, dass zum Schwimmen für Kids allerdings wenig geeignet ist. (Tour 14 | Naturzeit mit Kindern: Sardinien). Ein schöner Küstenweg führt bei Porto Alabe am Meer entlang zu einem der alten Wachtürme (Tour 15 | Naturzeit mit Kindern: Sardinien).

Die kleinen Schwächen: Der Platz hat nur wenig Schatten und nur einfache Sanitäranlagen.

Camping Valledoria International

Gepflegter, gut organisierter Campingplatz am Ortsrand von Valledoria. Ein kurzer Fußweg führt vom Platz hinunter zum Sandstrand. Hier müsst ihr mit etwas stärkerer Brandung rechnen. Geöffnet Mitte Mai bis Mitte Oktober. www.campingvalledoria.com

Ausstattung: Schön angelegter kleiner Pool, Restaurant, deutschsprachige Rezeption, Fahrradverleih. Es gibt hier eine Handvoll Plätze direkt vorne in den Dünen (schattenfrei), der Rest des Platzes ist schattig. Der Platz liegt am Hochufer, man kommt aber gut hinunter zum Meer, auch wenn man dazu ein Stück durch den Sand laufen muss.

Warum wir diesen Platz mögen: Der Platz ist familiengeführt und gehört nicht zu einer großen Campingplatzkette, was an der Atmosphäre zu spüren ist. Auch der schöne lange Sandstrand an der Mündung des Coghinas macht ihn attraktiv.

Was kann man hier machen: Kanufahren auf dem Coghinas (Tour 8 | Naturzeit mit Kindern: Sardinien), im Hinterland bei Casteldoria gibt es eine heiße Quelle und man kann hier in flachen warmen Becken am Flussufer baden.

Die kleinen Schwächen: Für kleinere Kinder ist das Meer am Strand vor dem Campingplatz oft zu wild.

Alternative: Der zweite Platz von Valledoria, der Camping La Foce, liegt südlich der Flussmündung des Coghinas. Damit ihr trotzdem zum Strand kommt, fährt ein platzeigenes Fährboot über den Fluss  zum Strand auf der Nehrung, was Kinder meist ziemlich cool finden. An diesem Campingplatz befindet sich auch der Kanuverleih.

Camping Baia Blue La Tortuga

Der riesige Platz der Baia-Gruppe ist die richtige Wahl, wenn ihr eine große, quirlige Anlage mit Pool und Programm für Kids zu schätzen wisst. Geöffnet Ostern bis Ende September. www.campinglatortuga.com

Ausstattung: Restaurant und Supermarkt, moderne Sanitärhäuschen,  großer Pool mit drei Becken und verschiedenen Wasserspielen, Surf- und Tauchschule. Animation und Abendprogramm in der Sommersaison.

Warum wir diesen Platz mögen: Das Beste am Baia Blue La Tortuga ist seine Lage direkt hinter einem schönen Strandabschnitt und am netten Mini-Dorf Vignola Mare. In der Nebensaison steht ihr auf den hinteren Plätzen mit ACSI-Card zu einem recht günstigen Preis.

Was kann man hier machen: Rund um Vignola Mare gibt es weitere sehr schöne Strände wie zum Beispiel die Spiaggia Rena Maggiore (Tour 5| Naturzeit mit Kindern: Sardinien) oder die Bucht bei Isola Rossa, an der auch ein ausgesprochen schöner Küstenweg durch eine magische Welt aus roten Felsen führt. (Tour 6 | Naturzeit mit Kindern: Sardinien)

Die kleinen Schwächen: Leider gibt es hier inzwischen sehr viele Häuschen und die Plätze für Campervans und Zelte liegen hauptsächlich im Wald im hinteren Platzbereich. Die Sanitäranlagen sind nicht immer so sauber, wie man es bei einem Viersterneplatz erwarten würde.

Kleine Outdoor-Abenteuer auf Sardinien

Noch viel mehr Anregungen für kindgerechte Wanderungen auf abenteuertauglichen Wegen, Tipps zu den schönsten Stränden und viele weitere Ideen für eure Ferien auf Sardinien findet ihr in diesem Familienreiseführer Sardinien aus dem Naturzeit Verlag. Auf unserer Website gibt es auch einen Blick ins Buch inklusive Übersichtskarte.

Tipp: Du magst mit deiner Familie den Sommer verlängern und liebst Berge und Meer? Dann empfiehlt Stefanie Holtkamp ein Korsika Camping Abenteuer und 9 traumhafte Korsika-Campingplätze mit Kindern.

Fotos und Text: Stefanie Holtkamp vom Naturzeit Reiseverlag


– Werbung –

Endlich eine App, die zeltende Familien mit im Blick hat und familienfreundliche Stellplätze mittels Karten-, Listen und Filterfunktionen darstellt. Die Camping App von Jenny und Lukas hat dafür 45.000 Stellplätze in ganz Europa aufgeführt und wächst täglich. Dafür haben sie auch Lieblingsplätze und Tipps von Communitys eingesammelt sowie von Camping-Portalen (z.B. Nomady, VanSite oder Alpaca)

Du kannst dort auch die Tipps der Zeltkinder-Community auf einer aktuellen Kartenversion entdecken. Zudem ist die App auch Reiselogbuch und bietet dir mit zigtausenden Bewertungen Orientierung.

Logo Camping App eu

Stefanie Holtkamp

Stefanie ist Grafik-Designerin und Mutter von zwei inzwischen erwachsenen Kindern. Ihren ersten Familienwanderführer hat sie 2005 recherchiert, fotografiert und geschrieben. Die Idee dazu entstand auf Korsika. Es war gar nicht so einfach, passende Touren zu finden, um auch mit Kids die wunderbar wilde Natur der Insel zu erkunden und einen guten Wanderführer für Familien gab es nicht. 2013 folgte dann die Gründung des Naturzeit Reiseverlags und inzwischen gibt es in der Buchreihe »Naturzeit mit Kindern« knapp zwanzig Reise- und Wanderführer für Familien. Hier bei den Zeltkindern teilt Stefanie als Gastautorin ihr Wissen und ihre Erfahrung.

Schreibe einen Kommentar

Service

NEWSLETTER

Menü schließen