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Geheimtipp Mecklenburgische Seenplatte: Lust auf ein unvergessliches Abenteuer?

Lass dich mit diesen Wasserwander-Reisebericht entführen auf eine unvergesslich schöne und abenteuerliche Camping-Paddeltour an der Mecklenburgischen Seenplatte. Wahrscheinlich schon lange kein Geheimtipp mehr, aber trotzdem lohnt sich zu überlegen, ob es Frankreich, Kroatien oder Slowenien sein muss, wenn das Gute doch so nah ist. Konkret in Mecklenburg Vorpommern (MV) vom Campingplatz Naturfreunde am Käbelick-See über das Hexenwäldchen am Jamelsee zum Biber Ferienhof an der Diemitzer Schleuse.

Die Zelt-Paddeltour im Überblick

Dauer: 6 Paddeltage plus Pausen- und Anschlusstage
Routenlänge: 66 km
Besonderheiten: für Anfänger geeignet, flexibel kürz- und erweiterbar, wunderschöne und wilde Natur der Mecklenburgischen Seenplatte, sehr gute Wasserwanderer-Infrastruktur mit vielen naturnahen Camping- und Wasserwanderrastplätze, viel Abwechslung
Fazit: Besonders schönes Naturpaddel für Einsteiger und Geübte

Routenabschnitte und Kilometerangaben

  1. Campingplatz Naturfreunde am Käbelick-See – Fischerei Babke an der Havel: 10 km
  2. Babke – Campingplatz zum Hexenwäldchen am Jamelsee: 4 km
  3. Campingplatz zum Hexenwäldchen – Wasserwanderrastplatz bei der Useriner Mühle: 9 km
  4. Wasserwanderrastplatz Useriner Mühle – Campingpark Havelberge am Woblitzsee: 12 km
  5. Campingpark Havelberge – Wasserwanderrastplatz Kanuhof Wustrow: 16 km
  6. Kanuhof Wustrow – Biber Ferienhof an der Diemitzer Schleuse: 15 km
Geheimtipp Mecklenburgische Seenplatte Campingplatz Naturfreunde
Start unserer Tour: Campingplatz Naturfreunde

Diese unvergessliche 6-Tagestour mit Kajak und Zelt führte meine beiden Kinder (9 + 10 Jahre) und mich durch die wunderschöne Natur der Mecklenburgischen Seenplatte. Startpunkt war Kratzeburg, dem Tor zum Müritz-Nationalpark.

Für insgesamt zwei Wochen Zeit planen wir acht Tage Paddelspaß; sechs werden es am Ende sein. Richtig gesetzt war nur der Tourenstart. Der Rest wurde als grobe Idee angedacht und jeden Tag mit dem Wetter, der persönlichen Kondition und vor allem unserer Laune abgeglichen. So hielten wir unsere Route auch für die Erfahrungsberichte anderer Wasserwanderer offen.

Wir übernachten nur auf Camping- und Wasserwander-Rastplätzen. Da die Kinder seit ihrem sechsten Lebensjahr paddeln und wir bereits einige Mehrtages-Wasserwandertouren zusammen erlebt haben, trauen wir uns diese lange Route zu.

Diese Gegend hat besonders schöne, naturnahe Campingplätze. Lagerfeuer sind möglich, wenn es die aktuelle Waldbrandstufe erlaubt. Alle Plätze sind auf Wasserwandernde eingestellt und Boote können oft am Ufer liegen bleiben. Meist ist auch die Zeltwiese für Wasserwanderer direkt am Ufer platziert. So liegen Zelt und Boote gut zusammen.

Ich suche gern Startpunkte heraus, die ruhiger gelegen sind und keine Motorboote erlauben. Dann fällt das Einpaddeln leichter. Also starten wir im Müritz-Nationalpark ohne lärmende Motorboote und ihre künstlich erzeugten Wellen. Ideal für Einsteiger und Familien mit kleineren Kindern.

Die Strecke hat von allem etwas: wilde Natur, artenreiche Vegetation, charmante Ortschaften, viele Tierbeobachtungsorte, einige Schleusen, tolle Bademöglichkeiten an Strandbädern und in verborgenden Buchten. Einkehrmöglichkeiten (z. B. Fleether Mühle ) direkt an den Wasserwanderwegen sorgen für gute Stimmung und die Besichtigungen traditioneller Handwerksbetriebe für die Abwechslung zwischen längeren Paddelstrecken.

Die gesamte Route kann beliebig gekürzt werden. Viele Abschnitte sind als Tagestour oder als Rundtour möglich.

Tag 1 – Ankunft auf dem Campingplatz Naturfreunde am Käbelick-See

Nach unserer Ankunft auf dem Campingplatz Naturfreunde (C36) am Käbelick-See stimmen wir uns mit dem Ausrüstungscheck und ein paar Auffrischungsübungen am Boot auf unsere Urlaubsreise ein. Auf dem natürlich gestalteten Campingplatz haben wir für Boote und Zelt viel Platz direkt am Wasser. Liebenswerte Dauercamper bieten ihre Hilfe beim Abladen der Boote vom Autodach an – wundervoll! Dann geht es ans Probebeladen der Boote.
Weil wir mit drei Kajaks unterwegs sind und die Gepäcklucken wasserdicht abschließen, sparen wir uns das Packen der Seesäcke. Was wir nicht verstaut bekommen, packen wir zurück ins Auto. Das wartet auf dem Campingplatz auf uns.

Exemplarisch: Kosten Campingplatz und Parkgebühr für einen Tag

Wir haben 29 Euro für eine Nacht plus Boote und Auto ausgegeben.

  • Boot 1€
  • Drei-Personen-Zelt 6€
  • Erwachsene 9€
  • 2 Kinder zwischen 2-11 Jahren 9 €
  • Auto 4 €

Tag 2 Campingplatz Naturfreunde am Käbelick-See – Fischerei Babke an der Havel: 10 km

Wir starten früh in den Tag. Wir nehmen uns Zeit für ein ausgiebiges Frühstück und verstauen alle Sachen. Griffbereit bleiben Badesachen und Snacks sowie die Wasserwanderkarten, Sonnenmilch, Käppi und wasserdichte Schuhe. 2-3 Liter Wasser pro Person sollten an sonnenreichen Tagen an Bord sein.
Die Kinder haben ihre Sachen selbst gepackt. In vielen Jahren geübt: Schweres, wie das Campingequipment kommt an die jeweiligen Bootsenden nach unten und muss vorn und hinten gut ausgeglichen werden, damit die Boote gut im Wasser liegen. Spritz- und Regenschutz liegen immer griffbereit, denn das Wetter kann sehr schnell von heiterem Sonnenschein zu Starkregen kippen.


12:00 Uhr sitzen wir startklar mit Kajak-Schwimmwesten in den Booten. Spätestens jetzt ist mir klar, dass wir unsere Tagestour mit 14 Kilometern Strecke nicht schaffen werden, denn es herrscht ein überzeugender Gegenwind. Also rufen wir Plan B mit 10 Kilometern auf. Zumal es bei solchen Bedingungen immer passieren kann, dass ich meine Tochter abschleppen muss.
Wir fahren über den Käblick-See, die Havel, den Granziner See und machen einen Abstecher zum Granziner Töpferhof. Leckerer Kuchen und selbst gemachte Limonade sind für uns ein guter Grund für einen Paddelstopp. Auf der Weiterfahrt helfen uns die grünen Bojen, die Einfahrt zum Schulzensee zu finden. An der Granitzer Mühle nutzen wir das erste Mal eine Lore für den Bootstransport von 700 Land-Metern zum Pagelsee. Die Kinder sind fasziniert und aufgeregt, ich bin fertig. Und es ist schon später Nachmittag.

Aber weiter gehts. Auf dem Zotzensee nehme ich meine Tochter im Schlepptau. Wir paddeln gemütlich einen engen Kanal entlang und kommen wieder ans Ende in Babke. Das kurze Landstück ist Glück mit einen geschienten Bootswagen zu überqueren. Mehr als gelegen kommt die Fischerei Babke. Dort machen wir Rast. Es gibt frischen Fisch mit Pommes und die Besitzer sind mega freundlich. Es gibt neben der Toilette auch eine Dusche und eine Feuerstelle. Unser Zeichen – wir bleiben heute Nacht hier. Das Zelt steht endlich 20 Uhr. Es werde noch etwas die Fische im Schaubecken gesucht und eine Stunde später liegen wir gemütlich auf unseren Isomatten und schlafen beim Rauschen des Wassers ein.


Tag 3 Babke – Campingplatz zum Hexenwäldchen am Jamelsee: 4 km

Beim Frühstück besprechen wir die Tagesroute mit Blick auf die Karte. Wettercheck und entsprechende Pläne B und C sind immer dabei. Wir schauen auch, wo wir unterwegs Rast machen können. Queren wir große Seen, plane ich immer mehr Zeit als auf Flüssen ein. Denn dort kann es bei Wind sehr ungemütlich werden. Gegebenenfalls pausieren wir einen Tag und paddeln auf Nummer sicher.


Die heutige Planung geht sehr schnell. 4 Kilometer bis zum geplanten Ziel von gestern. Der Fischer hat angeboten mit den Kindern Fische auszunehmen. Meine Kinder wollen das wirklich. Ich packe in der Zwischenzeit lieber die Boote.
Wir starten ohne Eile wieder erst zur Mittagsstunde. Die Havel entlang paddelnd, über den idyllischen Natursee Jäthensee. Dort halten wir uns immer entlang der Betonnung. Die ist im Nationalpark auf den Seen üblich und weist den Wasserwandernden den Weg zwischen den Seen. Die Ufer sind nämlich Schutzzonen und dürfen nicht betreten werden.
Zum Jamelsee gibt es nur einen sehr schmalen Zugang. Wer nicht aufmerksam ist, verpasst die Einfahrt. Das große Hinweisschild zum Hexenwäldchen beruhigt uns, denn diesen schmalen Zufluss hätten wir sonst übersehen. In diesem Bereich müssen wir die Boote ziehen; auch Treideln genannt.
Wir können direkt auf der Zeltwiese am Badestrand vom Campingplatz zum Hexenwäldchen stehen. Die Boote legen wir direkt neben das Zelt, sodass wir nicht alles direkt auspacken müssen. Während wir uns etwas Leckeres in der Open-Air-Küche kochen, kommen wir mit anderen Wasserwandernden ins Gespräch. Sie sind der Grund, weshalb wir einen ganzen Tag an diesem traumhaften Ort pausieren. Ihre Geschichten über mögliche Entdeckungen und Abenteuer überzeugen uns sofort; und dass es aktuell sehr viele Pilze zu finden gibt.


Tag 4 Ein Tag Pause auf dem Campingplatz zum Hexenwäldchen


Selten bin ich von solch einem trompetenartigen Vogelgeschrei aufgewacht. Morgens um fünf Uhr geben die Kraniche ihr Bestes, die Anfang September hier Halt machen auf ihrer Durchreise in den Süden. Wenn ich schon mal wach bin, paddel ich im Morgengrauen und sehe Eisvögel, Seeadler und Rehe am Ufer der Havel. Da ich den Kindern einen Tag Pause versprach, weil sie unbedingt den Strand mit Wasserlandschaft und Sandspielzeug nutzen wollen, genieße ich einen Tee am Ufer und fühle mich einfach unsagbar glücklich.

Wir frühstücken umgeben von freilaufenden Hühnern auf unserer Picknick-Decke und leihen uns am Nachmittag Räder aus. Etwas Beinarbeit zum Paddelausgleich tut richtig gut. Wir radeln durch den Nationalpark, schauen uns Blankeförde an, gönnen uns ein Eis und sammeln Schirmpilze. Das Abendessen ist gerettet, als wir von unserem Campingnachbarn auch noch Eier geschenkt bekommen. Im gut sortierten Shop vom Campingplatz füllen wir unseren Proviant auf.


Tag 5 Hexenwäldchen – Wasserwanderrastplatz bei der Useriner Mühle: 9 km

Durch den Pausentag haben wir vieles vorgepackt und kommen früh los. Diesmal sehen wir vom Havelkanal aus die Häuser von Blankeförde, die sich wunderbar im Kanal spiegeln. Über den Görtowsee kreisen wieder Seeadler. Wir beobachten Kormorane und um uns herum suchen Haubentaucher ihr Frühstück. Es geht weiter über den Zierzsee zum Useriner See, den wir am rechten Ufer entlang paddeln, denn es gibt höhere Wellen. Durch den Wellengang kommen wir am Wasserwanderrastplatz bei der Useriner Mühle ziemlich abgekämpft an. Zum Glück gibt es das Restaurant Useriner Mühle und ich packe die Kochutensilien gar nicht erst aus. Die Kinder finden ihre Freude beim Pommesessen und Schwäne-Beobachten zurück.


Tag 6 Wasserwanderrastplatz – Campingpark Havelberge am Woblitzsee: 12 km

Weiter paddeln wir auf dem Kanal und erreichen die Useriner Schleuse. Die Kids lieben das Schleusen. Bevor wir die erste Schleuse gemeistert haben, erklärte ich ihnen den Ablauf. Wenn die Ampel auf Rot steht, müssen wir unbedingt am Rand stehen bleiben. Die Boote reihen sich vor der Ampel in einer Schlange auf. Bei Grün fahren erst alle Motorboote rein und die Paddelboote folgen. In der Schleuse gibt es Metallstangen zum Festhalten. Bindet niemals das Kanu während des Schleusvorgangs fest, denn der Wasserspiegel sinkt oder steigt. Wenn sich die Schleusentore öffnen, fahren erst die Motorboote raus und die Paddelnden folgen. Für die Kinder ist Schleusen immer wieder ein Abenteuer.


Auf dem Großen Labussee sind also Motor- und Hausboote wieder erlaubt. Das ständige Parallelstellen der Boote zu den Wellen der Motorboote hält uns etwas auf. Sehr spät erreichen wir den empfehlenswerten Campingpark Havelberge. Geplant war ein Besuch des Hochseilgartens. Doch wir bauen nur noch das Zelt auf, essen schnell eine Fertignudelsuppe und schlafen sofort ein.

Tag 7 Campingpark Havelberge – Wasserwanderrastplatz Kanuhof Wustrow: 16 km


Das nächste Mal bleiben wir länger da. Es geht auf der nun etwas volleren Havel über den Woblitz-See durch die Wesenberger Schleuse weiter. Wie immer freuen sich die Kinder auf dieses Highlight. Nach der Schleuse haben wir noch einen halben Kilometer Strecke Motorboote um uns, bis wir in die idyllische Schwaanhavel abbiegen können. Hier kommen Kanada-Gefühle auf: Alles um uns herum ist still, das enge Flüsschen ist naturbelassen.

Wir müssen einige Kurven meistern und die Kinder freuen sich, durch die flachen, schön anzusehenden Holzbrücken durchzupaddeln. Überall steht meterhohes Schilf. Die starke Verkrautung lässt unsere Paddel mehrfach steckenbleiben. Gut festhalten und vorsichtig paddeln lautet die Devise. Am Ende öffnet sich der Plätlinsee und wir folgen der gelben Betonnung bis zum Wasserwanderrastplatz Kanuhof Wustrow. Hier müssen wir die Boote auf die andere Straßenseite mit dem Bootswagen fahren. Der letzte Kraftakt des Tages: Boote mit Bootswagen über die Straße – zum Glück gibt es andere Kanuten, die uns beim Transport unter die Arme bzw. Boote greifen.


Abends sitzen wir mit anderen Familien zusammen auf der Zeltwiese und berichten uns gegenseitig von unseren Abenteuern. Hier erfahren wir von der naturbelassenden, großen Zeltwiese des kinderfreundlichen Biber Ferienhofs.


Tag 8 Kanuhof Wustrow – Biber Ferienhof an der Diemitzer Schleuse: 15 km

Nachdem wir am Vortag 16 Kilometer Paddelstrecke geschafft haben, schockt uns die anstehende Tagestour nicht. Der Klenzsee ist schön still, Seerosen verschönern uns den Weg und wir dürfen erneut unter tollen Holzbrücken durchfahren.
Am Campingplatz Gobenowsee machen wir Pause, baden und die Kinder toben auf dem Spielplatz mit anderen. Nur widerwillig geht es weiter. Doch erneutes Schleusen und die vielversprechende Zeltwiese vom Biber Ferienhof klingen dann doch zu verlockend.


Daher paddeln wir durch die motorfreie Drosedower Bek (schmales Flüsschen), wo es noch schön ruhig ist, und weiter über denn welligen Rätzsee. Wir bleiben nah am Rand, um möglichst viel Schutz vor dem rauhen Gegenwind zu bekommen. Ich nehme die Kids kurzzeitig im Schlepptau, denn es ist wirklich anstrengend. Zum Glück finden wir eine nette Bucht für ein Picknick mit Badespaß. Die Buchten mit erlaubten Ausstiegen im Nationalpark sind in den Wasserwanderkarten als schwarze oder blaue Dreiecke eingetragen.


An der Fleether Mühle kehren wir ein und wir können uns Flammkuchen. Danach wird es nämlich noch mal richtig spannend. Wir müssen den Bootswagen rausholen und die Boote auf einem schmalen Flussarm umtragen. Wir paddeln an Fleeth vorbei, biegen in den Vilzsee ein und steuern auf den Großen Peetschsee mit der Diemitz-Schleuse zu. Das ist unser Tagesziel.
Zum Glück stehen nur zwei Motorboote und ein Hausboote vor uns. Von der Brücke schauen uns schon die späteren Spielgefährten meiner Kinder beim Schleusen zu. Denn direkt hinter der Schleuse liegt die Badestelle vom Campingplatz und nicht viel weiter die Ausstiegsstelle. Erneut sind helfende Hände sofort zur Stelle. Ein Jungesellentrupp kann beim Rausheben unserer Boote seine Stärke unter Beweis stellen. Wir bauen unser Zelt direkt am Wasser auf und genießen unsere eigene Feuerstelle neben dem Zelt, welches unter einem Marillenbaum steht. Ein Biber, so erzähle ich den Kindern, aber wahrscheinlich war es eher ein Nutria, begrüßte uns bei der Ankunft.


Tag 9-12 nehmen wir uns für unseren Geheimtipp Mecklenburgische Seenplatte: Biber Ferienhof

Unser grober Reiseplan führte uns ursprünglich weiter bis zum Campingplatz Havenperle im süßen Örtchen Priepert. Doch die Zeltwiese vom Biber Ferienhof hat uns nicht wieder gehen lassen. Vier weitere Tage blieb sie unser Zuhause. Die Kinder hatten keine Lust mehr auf das Auf- und Abbauen des Zeltes. Mit ihren neuen Freunden galt es so viel Spannendes zu entdecken und zu erleben, dass die Rufe unserer Kajaks immer leiser erschienen. Am zweiten Tag begrüßte uns ein Waschbär im Vorzelt. Ihre Hoffnung auf ein Wiedersehen bestärkte ihre Entscheidung, an diesem Ort ohne Zeit zu bleiben.

Während die Kinder tobten und nette Eltern auf sie aufpassten, holte ich das Auto mit Bus und Taxi zum Zeltplatz und kann in Ruhe die nächsten Tage die Boote verstauen.

An diesem Abend sitzen wir mit vielen Camperfreunden ums Lagerfeuer zusammen und tauschen uns über die erlebten Paddelrouten aus. Wir planen direkt für das folgende Jahr eine Wasserwanderung in Brandenburg und wollen um Berlin herum paddeln. Die Geschichten unserer neuen Freunde versprechen viele Abenteuer, denen wir an diesem Abend mit Vorfreude entgegenblicken.

Allgemeine Tipps und Informationen sowie weitere Routen und Reiseberichte zum Wasserwandern mit Zelt, Kids und Co findet ihr in unserem Artikel „Paddeln mit Kindern


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Händler unseres Vertrauens für Familienzelte: Camp Nation

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Camp Nation Logo
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Über mich und meine Paddel-Karriere mit meinen Kindern

Ich fahre seit meinem 16. Lebensjahr mit dem Kajak, wo immer es möglich ist. Ich liebe es, fremde Gegenden mit dem Boot zu erkunden. Ob Neuseeland, Bali oder Irland. Die deutschen Wasserwege brauchen sich jedoch nicht verstecken. Es gibt Abschnitte in Bayern, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, auf denen man sich wie in Kanada fühlt, inmitten traumhafter Natur und auch mal menschenleeren Abschnitte mit vielen Tieren. Wir haben bereits Biber, Eisvögel, Seeadler, Rehe und sogar schon eine Schildkröte vom Kajak aus entdecken können.

Meine Kinder paddeln, seit sie 6 Jahre alt sind und 25 Meter weit schwimmen konnten. Mir waren stets gute Kajaks wichtig, die sicher, aber auch schnell und leicht zu bedienen sind. Meine Kinder bekamen mit 6 Jahren ihr eigenes Boot. Wir hatten stets robuste Prion Boote. Zudem haben wir ein aufblasbares Gumotex-Boot für Tagestouren und wenn wir die Boote mal nicht auf das Dach hieven wollen.

Für uns sind die Kajak-Touren alle unvergesslich. Ich kann mich bei jeder Tour an jede Rast erinnern. Selten habe ich Urlaube so detailliert in meinen Erinnerungen gespeichert. Und für die Kinder sind es so wertvolle Erinnerungen.

Nur Mut.

Schreibt mir eure Fragen in den Kommentaren oder kommt in die Facebook-Gruppe für mehr Austausch über Touren, Material und Mitpaddlersuche.

Im Artikel „Paddeln mit Kindern“ kannst du nochmals vieles über die Grundlagen und Tipps rund um das Thema Paddeln nachlesen. Zudem findest du dort eine Tour in Bayern, die du leicht nachpaddeln kannst.


Ivonne Wolter

Ich bin Ivonne, lebe in einer Patchwork-Familie mit vier Kindern und habe die Community der Zeltkinder gegründet. In diesem Zusammenhang organisiere ich Familien-Camper-Treffen, schreibe für Fachzeitungen und die Zeltkinder-Website Artikel rund ums Thema Camping und Zelten. Zudem werde ich als Camping-Expertin für Interviews angefragt und bin Sprecherin zum Thema Campen auf Camping-Events. Am liebsten aber tauche ich in die Natur ein, sitze tagsüber am Wasser, abends am Feuer und merke, wie gut mein Leben ohne Strom funktioniert. Fun-Fakt zu mir: Ich reise nie ohne Camping-Klo und habe 24,5 Camping-Toiletten getestet. Meine Zelt-Vision: Einmal die Küste Europas abfahren mit Zelt & Bulli.

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