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Autark Camping mit Kindern: Naturverbundenes Zelten ohne Sanitäranlagen

Autark Camping ohne traditionelle Sanitäranlagen und Camping ohne Strom ist für immer mehr Familien vorstellbar. Autarkes Camping bedeutet, fernab von sanitären Anlagen und Stromquellen zu leben. Dass wir oft ohne Strom zum Kochen und für die Kühlung zelten gehen, haben wir bereits geschrieben im Artikel „Camping ohne Strom„. Hier erfährst du von unseren autarken Zelturlauben ohne Sanitäreinrichtungen.

Erprobt und kinderfreundlich: 65% können sich autarkes Camping vorstellen

Wir reisen seit Anfang an mit den Kindern auch autark. Anfangs starteten wir mit einem Wochenende autark Camping. Mit jeder weiteren Reise lernten wir Neues und verbesserten die vorhandene Camping-Ausrüstung und vor allem unsere Einstellung und Erwartungen

Auf die Frage: „Könnt ihr euch Zelten mit Kindern ohne Strom und Sanitäranlagen vorstellen?“ haben 738 Zeltkinder wie folgt geantwortet: 65% ja und 35% nein.

Wie und warum beginnen mit dem autarken Campen?

Tipp: Beim ersten Autark Camping Versuch starte mit einem Wochenende. Dann lernst du, ob es euch gefällt und vor allem, was ihr an passende Ausrüstung braucht.

Wir lieben das Campen abseits vom Trubel. So stehen wir gern unabhängig auf Zeltwiesen oder bevorzugen einfache Natur-Campingplätze. Die autarken Zeltabenteuer rufen bei uns besonders unvergessliche Erinnerungen hervor und lehrten uns alle das sparsame Leben im Einklang mit der Natur.

Aber es ist auch ungemein praktisch. Besonders als Alleinreisende musste ich nicht bei Starkregen und Gewitter oder für nächtliche Bedürfnisse beide Kinder schnappen und rausgehen, wenn nur eines musste. Viel zu lange hatte ich den Stress mir gemacht. Mit der Option einer eigenen Camping-Toilette und dem Wasserkanister, sozusagen unseren eigenen Sanitär-Bereich im Zelt, lebte es sich viel entspannter.

Heutzutage sind es die immer teurer werdenden Campingplätze, die Familien überlegen lassen, autark zu campen. Während der Corona-Pandemie war es eine Zeitlang gar nicht möglich anders zu zelten. Da entdeckten immer mehr Familien, dass es auch anders geht und sie erweiterten ihre autarke Camping-Ausrüstung.

Diese Praxis ist auch jenseits der Krise nützlich und fördert Nachhaltigkeit, Ursprünglichkeit und die Kreativität der Kinder.

Autark Camping ist facettenreich

Autark Camping ist vielseitig. Bei uns findet autark Camping vor allem im Rahmen von Kajak- und Road-Trips statt. In der Zeltkinder-Community finden sich viele Trekking-Enthusiasten unter den Familien, die bei Rad- und Trekking-Touren autark campen. Zudem sind Naturliebhaber und auch Festival-Fans ein Teil der Bewegung, die auf das autarke Zelten zurückgreift.

Einsteiger-Tipps für autarkes Camping

Das autark Camping ohne Bushcrafting-Erfahrung ist machbar. Folgend teilen wir bewährte Ratschläge und nützliche Ausrüstungs-Ideen von uns und aus der Zeltkinder-Community.

Zelt-Urlaub ohne vorhandene Sanitäranlagen funktioniert besser als gedacht. Camping-Toiletten und Waschbecken gab es schon vor Corona. Seit den Reise-Einschränkungen besteht ein erhöhtes Kauf-Interesse und Hersteller überraschen mit immer spannenderen Entwicklungen. Die Auswahl ist riesig und je nach Bedürfnis wie Stauraum, Dauer der Nutzung oder Naturverträglichkeit gibt es für jede Familie die passende Alternative.

Mobile Camping-Toiletten bringen Erleichterung

41% der Zeltkinder-Community vertrauen auf eine Campingtoilette. Die meisten benutzen Eimer-Toiletten, gefolgt von Camping-Trenntoiletten, den Chemie-WCs sowie Klapp-Klos.

Ganz minimalistisch geht es natürlich auch. Zum einen wäre das Töpfchen der Kleinsten als Klo-Variante für alle zu nutzen. Wenn wenig Platz vorhanden ist und es mal besonders schnell gehen muss, hilft zum anderen eine große Urinal-Auswahl für Kinder, Frauen und Männer weiter. Jedoch benötigt die schnelle Methode nach jedem Einsatz eine Entsorgung. Natürlich kann ein beliebiger Eimer mit einer Pool-Nudel als Brillenersatz als WC-Option herhalten. Er sollte nur wasser- und geruchsdicht sein. Es muss also nicht immer eine teure Camping-Toilette sein.

Zeltest du in freier Natur oder bist auf Trekking-Tour, bleibt der Spaten dein bester Freund. Er nimmt nicht viel Platz weg und hilft, das Erdloch sauber auszuheben, damit anschließend die Erde wieder vollständig draufgepackt werden kann. Dir danken nicht nur die anderen Outdoor-Liebhabenden. Es gibt Klapp-Spaten, die wenig Platz wegnehmen und klein sind. Aber auch ein Löffel, eine Kinder-Schaufel oder ein dicker Stock helfen beim Graben. Vermischst du die Fäkalien gleich noch mit ein wenig Aushub, beschleunigt das deren Zersetzung.

Wir haben manchmal lediglich den Spaten bei unseren Wasserwanderungen dabei und andererseits unsere Boxio Camping-Trenntoilette.

Mobile Waschen, Duschen und der Sprung in den See

Kannst du auf eine tägliche heiße Dusche verzichten? Reicht vielleicht einmal die Katzenwäsche und dürfen die Kids ihre Füße mit dem Waschlappen säubern? Oder gar einmal mit dreckigen Füßen (geschützt durch Socken) ins Bett? Wenn der Sprung in den See als Wasch-Alternative vorstellbar ist, hast du bestimmt keine großen Probleme beim autarken Campen. Zum Glück gibt es ein paar Starter-Tipps und praktische Hilfsmittel.

Der Wasser-Kanister darf nicht fehlen. Je nach Wasser-Verfügbarkeit am Zielort darf er mehr oder weniger groß ausfallen, doch 10 Liter sollten es schon sein. Wasserhahn und Schlauch (um regelmäßig den Druck abzulassen) sorgen für leichte Handhabung. Dazu eine große Schüssel, die das Grauwasser (Brauchwasser) einfängt. Damit bleibt die Umwelt geschont, der Boden in Zeltnähe trocken und die nackten Füße sauber. Die fertige Kombination von Kanister und Schüssel ist eine gute Alternative zu mobilen Waschbecken. Die Auswahl an Camping-Waschbecken wird ebenso wie die der Camping-Toiletten immer größer. Es gibt sie sogar mit einem Duschschlauch.

Für eine Dusche unter freiem Himmel kommen Solardusche, Kanisterdusche, Duschsack oder eine DIY-Dusche infrage. Aktuell liegen Solarduschen im Trend: Die gefüllte Wasserblase für ca. 3 Stunden in die Sonne legen – fertig. Einer heißen Dusche kommt das nicht immer gleich, aber den groben Dreck bekommt ihr auf jeden Fall ab.

DIY-Duschen können sehr kreativ aussehen. Gemeinsamkeit sind ein wasserdichter Behälter und meistens ein Baum: Plastikflasche oder Plastiksack mit kleinem Loch am oberen Rand versehen und in den Baum hängen – oder sich gegenseitig damit abspritzen. Das Wasser kann vorher richtig erwärmt und in einer großen Thermoskanne auf Idealtemperatur gemischt werden. Eine Thermoskanne eignet sich gut für das schnelle Händewaschen der Kinder mit warmem Wasser.

Da das Dusch-Wasser in der Regel nicht 100% aufgefangen wird, sollte so wenig wie möglich Seife zum Waschen verwendet werden; am besten gar keine Seife. Im Outdoor-Shop sind Naturseifen erhältlich, die ohne Parfum und andere Zusätze geruchsfrei sauber machen. Doch auch biologisch abbaubare Seifen-Konzentrate belasten die Umwelt und sollten nie in und nahe an Gewässern benutzt werden. Für den Sprung ins Wasser gilt folglich: ohne Seife. Für das Frische-Gefühl in den Haaren ist Trocken-Shampoo eine Alternative.

Beim Zähneputzen greift ihr idealerweise auf Naturkosmetik-Zahncreme zurück, wenn ihr das Wasser nicht auffangt und mitnehmt. Alle anderen Zahncremes enthalten Inhaltsstoffe, die nicht in die Natur gehören.

Wohin mit dem eigenen Bad?

Bei über 60% der Zeltkinder steht die Camping-Toilette im Zelt. Zum Teil abgetrennt durch Tücher und Schränke. 11% haben sie in einer extra Kabine im Zelt oder in einem Seiteneingang stehen und 21% stellen ein separates Bade-Zelt auf. Bei Kindern lohnt es sich, die Waschstelle nahe am Zelt einzurichten. Wir hatten eine Waschschüssel im Zelteingang platziert, wo gleich das ganze Kind reingepasst hat und stets einen feuchten Waschlappen im Zelt für das Händewaschen zwischendurch.

10 Lieblings-Gadgets beim autarken Familien-Zelten ohne Sanis

Bei einer Umfrage unter den Zeltkinder der Facebook-Gruppe zu den beliebtesten Camping-Teilen für Sauberkeit und Hygiene beim autark Camping wurden folgende 10 Gadgets genannt. Dabei ist die Reihenfolge ohne Wertung.

  1. Faltbare Schüssel
  2. (Faltbarer) Kanister für Frischwasser
  3. Beutel für Hygieneartikel
  4. Waschlappen
  5. Fußmatte als Waschunterlage
  6. Wasserdichter WC-Papierhalter
  7. Kleine Klobürste aus Silikon
  8. Klapp-Spaten
  9. Töpfchen / Toiletteneimer / Camping-Toilette
  10. WC-Tüten

Zwischen Minimalismus und Luxusausstattung bleibt beim autarken Camping alles möglich. Neben der Kreativität sind ein wenig Optimierung und viel Gelassenheit gefragt. Kinder-Ideen lassen sich hervorragend einbringen. So bleibt der autarke Familien-Urlaub im Zelt eine unvergessliche Reise. Wie ihr das Kochen leckerer Mahlzeiten beim Camping ohne Strom souverän meistert, erfahrt ihr in einem extra Beitrag.


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Die gesamte Produktpalette von BOXIO erfreut sich großer Beliebtheit in der Zeltkinder-Community. Deshalb freuen wir uns besonders über diese Partnerschaft, die gemeinsamen Projekte, wie zum Beispiel das mobile Sani-Zelt auf den Zeltkinder-Treffen und den 10% Rabatt für alle Zeltkinder mit dem Code: Zeltkinder10 im Online-Shop von BOXIO (auch auf bereits reduzierte Produkte).

Kind trägt Boxio Trenntoilette fürs Campen
Kinderleichte BOXIO Trenntoilette

BOXIO steht für umweltfreundliches Camping-Zubehör zu fairen Preisen. Dank des praktischen Euroboxen-Formats lassen sich die Produkte hervorragend stapeln und einfach transportieren. Alle Komponenten sind perfekt aufeinander abgestimmt und ergänzen sich ideal. Seid gespannt auf zukünftige Neuheiten und Ergänzungen, denn BOXIO hat noch viele spannende Ideen in der Pipeline.

Besonders erwähnenswert: Die Produktion erfolgt in Rostock, und durch die Verwendung von recycelten Materialien werden die Umweltauswirkungen so gering wie möglich gehalten.



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Ivonne Wolter

Ich bin Ivonne, lebe in einer Patchwork-Familie mit vier Kindern und habe die Community der Zeltkinder gegründet. In diesem Zusammenhang organisiere ich Familien-Camper-Treffen, schreibe für Fachzeitungen und die Zeltkinder-Website Artikel rund ums Thema Camping und Zelten. Zudem werde ich als Camping-Expertin für Interviews angefragt und bin Sprecherin zum Thema Campen auf Camping-Events. Am liebsten aber tauche ich in die Natur ein, sitze tagsüber am Wasser, abends am Feuer und merke, wie gut mein Leben ohne Strom funktioniert. Fun-Fakt zu mir: Ich reise nie ohne Camping-Klo und habe 24,5 Camping-Toiletten getestet. Meine Zelt-Vision: Einmal die Küste Europas abfahren mit Zelt & Bulli.

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